„Schmuck- und Staudenbeete im öffentlichen Raum“

Die Bepflanzung des Schmuckbeetes mit dem Waldcharakter hinter dem Alten Haus wurde von der Landschaftsarchitektin Ariane Kaths erläutert. (Foto: Renate Tiffe)
 
Das Pflanzbeet vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Wettmar: schöne Gestaltung mit Hortensien und Gräsern. (Foto: Renate Tiffe)

Erläuterungen zu den gelungenen Beispielen in Großburgwedel

GROSSBURGWEDEL (ti). Auf eine ansprechende Gestaltung der Pflanzbeete und Bauminseln wurde in Burgwedel – besonders im Bereich der Innenstadt von Großburgwedel – schon lange großer Wert gelegt. Im Rahmen des Projektes „Grünes Hannover“ der Region wurde kürzlich bei der Führung „Schmuck- und Staudenbeete im öffentlichen Raum“ das Augenmerk auf gelungene Beispiele an markanten Punkten der Stadt gelenkt.
Staudenbeete setzen Farbakzente und verschönern das Ortsbild. Die Führung unter Leitung von Umweltkoordinator Malte Schubert begann am Domfrontplatz. Der lasse allerdings wegen der Nutzbarkeit durch den Wochenmarkt nur wenig grüne und blühende Flächen zu, vermerkte Schubert. Der Frühjahrseffekt mit Tulpen und Allium sei schwächer gewesen als anderswo. Da gebe es noch etwas nachzuholen.
Das Herz der Pflanzenfreunde – von denen leider nur wenige an der Führung teilnahmen – schlug höher bei der Betrachtung des Schmuckbeetes hinter dem Alten Haus. Die Landschaftsarchitektin Ariane Kaths vom hannoverschen Büro „Gartenräume“, die für die Konzeption der Bepflanzung zuständig war, gab selbst die Erläuterungen.
Nicht bewährt hatten sich die hohen Sträucher, die vorher dort gestanden hatten und teilweise als Versteck dienten. Es sollte um eine schöne Bepflanzung mit robusten Pflanzen gehen. Für die Lage an der Nordseite des Hauses habe sich unter dem Oberthema „Waldlichtung“ ein Waldbeet angeboten, so die Fachfrau. Viel Humus von aha wurde angefahren, um den Boden zu verbessern. Und viel Pflanzenkenntnis gehört dazu, um die Vielfalt an Blatt- und Blühpflanzen so zu strukturieren, dass vom Frühjahr bis in den November hinein etwas blüht und der Bereich jederzeit gut anzusehen ist. Eine Dynamik müsse in der Pflanzung sein, mit Hauptakteuren und nicht zu kleinen Pflanzengruppen, die zu erkennen sein müssen, erklärte Ariane Kaths.
Aufgebaut wurde das Beet vorn mit Bodendeckern, Storchenschnabel mit Zwiebelpflanzen für die Blüte im Frühjahr. Abwechslung schaffen Bergenie, Elfenblume und Schaumblüte. Es folgen höhere Gräser und Gruppen von Knöterich und Silberkerzen und dann schließlich als seitliche Begrenzung doch zwei Sträucher. An der Seite links mit mehr Licht erscheinen die Farben kräftiger. Lange blühen dort rote Rosen und Astilben sowie blauer Storchschnabel. Die Zierquitte dazwischen soll im Herbst gelbe Früchte tragen. Bei richtiger und dichter Bepflanzung lasse sich ein Schmuckbeet leichter pflegen. Das Unkraut habe weniger Chancen, ergänzte Schubert.
Vom Glanzstück gärtnerischer Kunst wandte sich der Blick dann den Pflanzbeeten in der Von-Alten-Straße zu, deren Anblick eher etwas gemischt war. Manche Pflanzen seien im Winter ausgefroren oder das Streusalz habe ihnen zu schaffen gemacht, meinte Schubert. Ein endgültiges Bepflanzungskonzept könne es noch nicht geben, solange die Gestaltung der Straße nicht klar ist. Schöner präsentierte sich die lange Verkehrsinsel im Mitteldorf. Die Führung endete an den Rosenbeeten am Amtshof.
Ausdrücklich erwähnt wurde, dass der Dorfplatz in Wettmar in das Bepflanzungskonzept mit einbezogen ist. Attraktiver Blickfang war dort das langgestreckte Rosenbeet an der Westseite während der Blütezeit. Auch das Pflanzbeet vor dem Dorfgemeinschaftshaus wäre es wert gewesen, mehr Beachtung zu finden.