Schaukel und Rutsche sind der Renner

Leni hätte auf dem neuen Spielplatz gerne eine Drehscheibe und eine Seilbahn, außerdem eine Rutsche und ein Klettergerüst. (Foto: B. Garms-Polatschek)

Wietzeaue-Kinder zeichnen für neue Spielgeräte in der „grünen Mitte“

ALTWARMBÜCHEN (bgp). Ina Krause, in der Gemeinde-Verwaltung zuständig für Grünflächen, greift bei der Planung von Spielplätzen auf ein jahrzehntelanges Erfolgskonzept zurück: Sie fragt einfach die Kinder vor Ort, welche Geräte sie am liebsten auf dem Spielplatz in ihrem Wohngebiet hätten. Nun ging es um die Wünsche der Kinder für den Bau von zwei Spielgeräten in der „grünen Mitte“ des neuen Wohngebietes Wietzeaue in Altwarmbüchen. Eltern aus dem Baugebiet hatten im Vorfeld den Wunsch geäußert, eine Spielfläche in der Nähe zu haben. Die Aufstellung der Spielgeräte im nördlichen Teil der Wietzeaue ist als Übergangslösung gedacht, bis der Bebauungsplan für den zweiten Abschnitt des Gebietes rechtskräftig wird und die Bebauung erfolgt.
Im Familienzentrum St. Margarete trafen sich nun Ina Krause und Amtsleiterin Elke Freytag mit rund 35 Kindern aus dem Gebiet Wietzeaue zu einer Malaktion. Die jungen Spielplatzgestalter zeichneten eifrig auf großen Papierbögen ihren Traum vom zukünftigen Spielplatz. Einige Eltern begleiteten ihre Sprösslinge bei der Aktion, so auch Fachia Sahim, deren fünfjähriger Sohn Amir konkrete Vorstellungen für die Spielfläche hat. Sechs Geräte hat er gezeichnet, unter anderem ein Baumhaus mit Rutsche. Die vierjährige Leni hat ähnliche Wünsche und zeigt auf ihr Bild: „Das habe ich mit Papa gemalt“, verkündet sie voller Stolz. In bunter Reihe hat sie eine Drehscheibe und eine Seilbahn gezeichnet, daneben prangen Rutsche und Klettergerüst. Am Ende hält Ina Krause einen dicken Stapel an Zeichnungen in den Händen. Nach einer ersten Durchsicht registriert sie vor allem Klassiker wie Schaukel, Rutsche oder Wippe, aber auch ausgefallene Sachen wie Vogelnestschaukel oder ein Trampolin. „Dieses Mal waren sehr viele jüngere Kinder dabei“, verweist Ina Krause auf die Altersspanne von drei bis zwölf Jahren bei den jungen kreativen Teilnehmern.
Danach wurden die Wünsche zahlenmäßig ausgewertet, die Rutsche steht nun auf dem ersten Platz, gefolgt von einem Klettergerüst und einer Schaukel. Die endgültige Entscheidung fällt demnächst. „Im Haushalt der Gemeinde sind 74 000 Euro angemeldet“, erläutert Ina Krause die finanziellen Rahmenbedingungen und betont, dass es bei der Auswahl der Spielgeräte neben der Funktion vor allem auf die Langlebigkeit und Qualität ankommt.