Schatzkästlein besteht seit 25 Jahren

Auch eine Neugründung, das Repair-Cafe stellte sich mit einem eigenen Stand vor. (Foto: R. Tiffe)
 
Der neugegründete Chor „Einfach Singen“ trat unter der Leitung von Barbara Arndt mit eigenen Liedern auf und animierte zum Mitsingen. (Foto: R. Tiffe)

Jubiläumsfeier in der Seniorenbegegnungsstätte

GROSSBURGWEDEL (ti). Es war eine heitere und beschwingte Jubiläumsfeier der Seniorenbegegnungsstätte, fernab von der bei solchen Anlässen üblichen Förmlichkeit. Die Freude der 150 Teilnehmer anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Einrichtung an der Gartenstraße war deutlich spürbar. Natürlich gab es eingangs lobende Worte, wie die von Bürgermeister Axel Düker, der seinen Stolz auf die SBS, wie sie kurzer Hand mangels anderer Namen genannt wird, nicht verhehlen mochte. Er wies auf die Einmaligkeit in der Region hin. Tatsächlich ist es die Einzigartigkeit des Konzepts, mit der die Seniorenbegegnungsstätte im Jahr 1992 nach mehrjähriger Beratung im Rat und in der Verwaltung gestartet war. Von Anfang an war die ehrenamtliche Beteiligung der Nutzer des Hauses mit einbezogen, deren Ideen und Engagement schon in die Planung mit eingeflossen waren. Ein Glücksgriff war damals die Bestellung von Margret Brill, unter deren Leitung sich bis 2010 die Einrichtung entfalten konnte.
Die bange Frage „was kommt danach?“ ist mittlerweile auf das Vortrefflichste beantwortet. Seit 2011 führen Elke Coordes und ihre Stellvertreterin Elisabeth Geib-Kayser die Burgwedeler Seniorenbegegnungsstätte auf ebenso behutsame wie effiziente Weise. Die positive Entwicklung konnte ungebrochen weitergehen. Die Senioren von 2017 sind nicht mehr die gleichen in ihren Wünschen und Ansprüchen wie die zu Beginn der 1990er Jahre. Sie sind aktiver und beweglicher. An die Hundert Aktionen sollen es sein, denen in den acht Räumen des Hauses nachgegangen wird, eine schier unglaubliche Zahl - Ausdruck für das Lebendige der Institution.
Blicke in das Schatzklästlein
Nicht weg zu denken ist der Name Christiane Concilio, wenn es um die SBS geht. Die Erste Stadträtin konnte ihre Rührung nicht ganz verbergen, als Axel Düker ihren hohen Anteil an der Entwicklung hervorhob und ihr der Beifall der Festgesellschaft galt. Von Anfang an von der Verwaltungsseite her um das Wohl der SBS besorgt, öffnete sie sozusagen für ihren Rückblick und Ausblick das „Schatzkästlein der Stadt", eine Bezeichnung für die SBS, die sie mehrfach nannte.
Viele von den laufenden Angeboten aufzuzählen, würde den Rahmen des Berichts sprengen. Erwähnt seien die Beratungs- und Schulungsangebote neben den vielen Gruppen, die sich eigenständig organisieren, und nicht zuletzt die Hauszeitschrift „Treffpunkt“, die in einer Auflage von 1.400 Exemplaren erscheint und das Wirken in der Öffentlichkeit verbreitet. Alles geschieht mit und von ehrenamtlich tätigen Kräften.
Fast automatisch richteten sich die Gedanken in die Zukunft, so Concilio. Und da scheint sehr vieles in Bewegung zu sein, intern versteht sich. Von einer weiterführenden Konzeption ist immer wieder etwas zu vernehmen, von einem „offenen Haus für viele Generationen“, mit Ergänzungen der Begegnungsmöglichkeiten, beispielsweise durch einen Mittagstisch. Dazu reichen aber die derzeitigen Räumlichkeiten nicht mehr aus. Immer soll die neu zu benennende Einrichtung Impulsgeber für die Entwicklung der Stadt bleiben, sowohl was die generationsübergreifenden Aspekte wie die gelebte Integration betrifft. Zu Einzelheiten gab sich Christiane Concilio bedeckt. Sie sollen demnächst in den politischen Gremien beraten werden.
Ehrungen für die Ehrenamtlichen
Eine Liste von 61 Ehrenamtlichen war zusammengestellt worden, deren Aktionen bei der Jubiläumsfeier öffentlich gewürdigt werden sollten. Nicht alle der „Helferinnen und Helfer“, wie sie im SBS-Jargon genannt werden, konnten anwesend sein. Einige von ihnen waren schon von Anfang an dabei, bei anderen haben sich die Gruppen vor noch nicht langer Zeit formiert, wie das „Repair-Cafe“ und die Chorgemeinschaft „Einfach Singen“. Elke Coordes dankte den Anwesenden und Elisabeth Geib-Kayser überreichte die vom Bürgermeister unterschriebenen Urkunden und einen Gutschein. Die Gruppe um Johanna Riel dankte ihrerseits der Leitung mit einer selbstgestalteten Töpferarbeit,.
Unterdessen waren die Informationsstände mancher Gruppen in den anderen Räumen aufgebaut worden, es wurde zu einem üppigen Imbiss eingeladen, das Haus schwirrte vor Begegnungen und Gesprächen.
Nicht zu kurz ist schließlich die Musik gekommen. Hatten Paulina Turowska (Akkordeon) und Aleksandra Szurgot-Kienhues (Violine) schon den Festakt mit ihren Stücken bereichert, kam später der hauseigene Chor unter der Leitung von Barbara Arndt zu seinem Recht. Textzettel wurden an die Festgesellschaft zum Mitsingen verteilt. Und schließlich sorgte das Bogdan Dragus Trio (Violine, Gitarre; Kontrabass) für den stimmungsvollen Ausklang der Jubiläumsfeier.