Rückblick und Ausblick beim Empfang des Ortsrates

V. l.: Ralf Hofmeister, Christine Weidemann, Dietrich Mörlins, Jürgen Schodder und Volker Speckmann. Die beiden Bürgermeister bedankten sich für die Arbeiten an den Begrüßungstafeln. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Würmsee bleibt Problemfall - neuer Einkaufsmarkt in Sicht

KLEINBURGWEDEL (hhs). In Kleinburgwedel ist der Neujahrsempfang eine Veranstaltung des Ortsrates. „Wir wollen niemanden in der Ortschaft ausgrenzen“, erklärte Ortsbürgermeister Jürgen Schodder die Gründe dafür am Sonntagmorgen, als er rund 80 Gäste im Schützenkrug begrüßte. Sein Rückblick fiel durchwachsen aus.
Als Erfolg bezeichnete Schodder die Lösung für die Mitbürgerinnen und Mitbürger der Würmseesiedlung. Es könnten sich darin zwar nicht alle wiederfinden, aber mehr sei nicht zu erreichen gewesen. Der See selbst bleibe ein Problemfall. Die Verlandung ist unübersehbar deutlich.
Arg getroffen habe ihn die Schließung des kleinen Frischmarktes im Ort. Es habe sich dafür kein Nachfolger finden lassen. Auch alle Bäcker hätten abgelehnt. Das Gebäude werde bald abgerissen. Er sehe aber gute Chancen für die Neuansiedlung eines Markts. Interessenten seien dafür vorhanden. Der Ortsrat werde entsprechende Anträge an den Stadtrat stellen.
Darüber hinaus wies Schodder darauf hin, dass auch Kleinburgwedel mit mehr Asylanten im Ort rechnen müsse. „Wir wollen diese armen Menschen nicht als Fremde sehen“, erklärte der Ortsbürgermeister. Er wünsche sich, dass man in Kleinburgwedel die Asylanten an die Hand nehme.
Ferner vollziehe sich jetzt ein Generationswechsel in den älteren Baugebieten. „Wir werden also weitere Neubürger bekommen“. Auch hier gelte, sie in das Dorfleben einzubinden, zum Beispiel beim Bosseln am 28. Februar, zum Schützenfest zu Pfingsten und bei der Müllsammelaktion am 21. März. Ein Highlight könnte das geplante Bürgerpicknick an der Schule am 20. Juni werden. „Jeder bringt sich Speisen und Getränke mit“, so Jürgen Schodder. „Das soll ein Versuch sein, unser Miteinander zu stärken“.
Im Anschluss erhielten Christine Weidemann einen Blumenstrauß, Dietrich Mörlins und Volker Speckmann je eine Flasche Wein als Dankeschön für ihren Arbeitseinsatz an den etwas in die Jahre gekommenen Begrüßungstafeln an den Ortseingängen.
Dann erhielt Dr. Gabriele Liebisch Gelegenheit, ihr Unternehmen „ZeckLab“ vorzustellen. Es ist ein Unternehmen für klinische Diagnostik und Prüfung von Endo- und Ektoparasiten und arbeitet im Bereich der Mikrobiologie. Bekannt geworden ist „ZeckLab“ mit der schnellen Untersuchung von Zecken auf Erreger von Hirnhautentzündung, Borreliose und Anaplasmose, die eine Behandlung der Infektion schon vor Ausbruch der Krankheit ermöglicht.
Den Schlusspunkt des offiziellen Teils setzte Christian Oehlschläger. Er las aus einer Kurzgeschichte und natürlich aus seinem letzten Kriminalroman „Das Hirschluder“. Dafür gab es Applaus, bevor es zum gemeinsamen Essen überging.