„Rotkäppchen lügt“: Rückkehr der Wölfe in Niedersachen

Der Wolf ist dauerhaft nach Niedesachsen zurückgekehrt. (Foto: NABU/S.Zibolsky)

Multimedia-Vortrag des NABU in Begegnungsstätte FB

ISERNHAGEN F.B. (r/hhs). Zu einem Multimedia-Vortrag unter dem Titel „Rotkäppchen lügt - Rückkehr der Wölfe nach Niedersachen“ lädt der NABU Burgwedel/Isernhagen am Dienstag, den 29. April um 19.00 Uhr in die Begegnungsstätte Isernhagen F.B., neben dem Isernhagenhof, Hauptstraße 68 a ein.
Seit dem Jahr 2000 etwa leben wieder Wölfe dauerhaft in Deutschland. Die Zuwanderung erfolgte zuerst nach Sachen und nach Brandenburg. Dort leben heute mehrere Rudel, die in den vergangenen Jahren etwa 250 Welpen aufgezogen haben. Nach der Geschlechtsreife im weiteren Lebensjahr verlässt der Jungwolf das Elternrudel und wandert auf der Suche nach einem eigenen Revier und nach einem Partner weite Strecken. Inzwischen werden Wölfe auch immer häufiger in Norddeutschland und auch vor unserer Haustür gesichtet. Drei Rudel und mehrere Einzeltiere leben inzwischen in Niedersachsen.
Die Rückkehr der Wölfe verbessert die natürliche ökologische Vielfalt, heißt es von Seiten des NABU. Vorbehalte und Ängste gegenüber dem Wolf seien oft auf die Unkenntnis über die Lebensweise der Tiere zurückzuführen. Im Normalfall meidet der Wolf den Menschen und umgeht ihn. Eine Koexistenz von Mensch und Wolf sei also weitgehend problemfrei möglich, so der NABU Isernhagen/Burgwedel.
Wölfe seien „Opportunisten“, heißt es weiter. Sie nutzen unsere Wege, aber sie brauchen auch keine Wildnis zum Überleben. Daraus könnten sich Probleme im Zusammenleben ergeben.
Nach EU-Recht sind Wölfe streng geschützt. Der Wolf sei dauerhaft nach Niedersachsen zurückgekehrt. Um sich darauf einzustellen, bietet der NABU Burgwedel/Isernhagen in einem Vortrag viel Wissenswertes und fasziniernde Informationen über den Wolf als eines der seltensten Säugetiere in Niedersachsen an. Die Präsentation hat der NABU-Wolfsbotschafter Peter Griemberg übernommen.