Resonanz auf KiB blieb weit hinter den Erwartungen zurück

Traumhaft schöne „Baum-Objekte“ von Andreas Nörthemann (rechts) gab es im Steinekengang zu bewundern.
 
Außergewöhnlichen Schmuck präsentierte Astrid Voß im Kirchenkreisamt in Großburgwedel.

Das Kunstwochenende litt nicht nur unter heißem Wetter

BURGWEDEL (bs). Etwa 50 Künstler und Kunsthandwerker haben am vergangenen Wochenende ihre Werke im Rahmen von „Kunst in Bewegung“ der Öffentlichkeit präsentiert. Wenn es auch erheblich weniger Aussteller als in den Vorjahren waren, so hatte sich das KiB-Organisationsteam doch einiges einfallen lassen, um der Veranstaltung neuen Schub zu verleihen: Geführte Radtouren zu den Kunstorten, die „Orange-Punkt -Aktion“ - eine Art Kunst-Mitfahrzentrale - und nicht zuletzt die Verschönerungsaktion „Kinderhände“ für die heruntergekommene Bushaltestelle vor dem Rathaus in Großburgwedel.
Doch das Hitzewochenende machte allen guten Vorhaben einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Nur ganz vereinzelt kamen am Samstag Besucher zu den Kunstorten. Immerhin noch sechs Teilnehmer radelten bei tropischen Temperaturen gemeinsam mit dem ADFC die geführte Tour nach Engensen.
Enttäuschung bei den Ausstellern, aber auch großes Verständnis für die ausbleibenden Gäste zeigten die Künstlerinnen und Künstler: „Eine Sauna ist nichts dagegen“, schmunzelte Goldschmiedin Margarete Fischer und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Sie und die Malerin Tereza Iossifa hatten im „Glashaus“ - im Foyer der Bücherei Großburgwedel – besonders unter der sengenden Sonne zu leiden.
Räumlich besser getroffen hatten es die ausstellenden Künstler im Kirchenkreisamt, die nicht nur in einer mindestens fünf Grad kühleren Umgebung, sondern auch schön zentral gelegen, edlen Schmuck und Bilder präsentierten. „Heute kommen nur jene, die sich wirklich für Kunst interessieren. Das hat auch seine Vorteile“, erklärte Schmuckdesignerin Astrid Voß.
Diesen positiven Aspekt vermerkten auch die Künstlerkolleginnen Christine Küppers und Jutta Endres. „Gestern waren wirklich nur ganz vereinzelt Besucher da, aber dennoch habe ich zwei Bilder verkaufen können“, freute sich die Malerin Christine Küppers, die ihre Werke erstmals in der VGH-Agentur in der Hannoverschen Straße präsentierte.
Sie sei von Beginn an bei „Kunst in Bewegung“ dabei, habe in den Vorjahren jedoch im Kindergarten ausgestellt – mit sehr geringer Besucherresonanz. „Da hat mich kaum jemand gefunden“, lachte die Malerin aus Isernhagen und freute sich über die steigenden Besucherzahlen am Sonntag.
Auch die Airbrush-Künstlerin Jutta Endres, die ihre Werke im Rathaus präsentierte, nahm die geringe Resonanz mit großer Gelassenheit: „Kein Wunder, bei diesen Temperaturen bleiben die Menschen nunmal lieber in den eigenen vier Wänden. Aber diejenigen, die sich auf den Weg gemacht haben, waren sehr interessiert und so ergaben sich tolle Gespräche über meine Arbeit“, so Jutta Endres.
Dennoch, auch mit der erhöhten Besucherfrequenz am Sonntag blieb die Resonanz auf „Kunst in Bewegung“ weit hinter den Erwartungen zurück. Zu großen Teilen bedingt durch die Hitze, aber auch das, im Vergleich zu den Vorjahren, reduzierte Angebot sollte bei den Planungen für 2016 noch einmal überdacht werden. Dass darüber hinaus in diesem Jahr von dem ursprünglichen KiB -Gedanken, „Bewegung in allen Ortsteilen“, nur noch vier von den sieben Ortschaften übrig geblieben sind, sollte auch Anlass zu Nachdenken geben.