Reitturnier in Schillerslage mobilisierte wieder die Massen

Zum ersten Mal machte das „Heide Derby“, ein Springen über feste Hindernisse, Station beim Reitturnier in Schillerslage. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Gelungenes Familienfest auf der Reitanlage Klussmann

SCHILLERSLAGE (hhs). Alle zwei Jahre findet das Reitturnier der Reitgemeinschaft Schillerslage statt, so auch am vergangenen Wochenende von Donnerstag bis Sonntag auf der Reitanlage Klussmann. Vier Tage Reitsport standen auf dem Programm, das eine Megaveranstaltung ankündigte: 700 Reiterinnen und Reiter, 1.500 Pferde und 2.800 Starts.
„So etwas lässt sich nur organisieren, wenn man dazu in der eigenen Ortschaft auch den Rückhalt der Mitbürgerinnen und Mitbürger hat“, so Jürgen Klussmann im Gespräch mit dem MARKTSPIEGEL. Die Veranstalter konzipieren dieses Turnier seit Jahren als Familienfest, bei dem Reitsport für alle Altersgruppen und Leistungsstärken der Reiterinnen und Reiter geboten wird. Das ist eine Bandbreite, die man nicht überall findet.
Im Vorfeld hatte Klussmann einige Bedenken geäußert, ob das Interesse der Besucher des Schillerslager Events von Himmelfahrt bis einschließlich Sonntag die Erwartungen erfüllen würde. Immerhin fanden an diesem langen Wochenende in Norddeutschland vier weitere Turniere mit S-Springen statt. Diese Bedenken waren auch eine Ursache dafür, dass die Organisatoren in diesem Jahr zum ersten Mal in den einzelnen Wettbewerben die Profis von den Amateuren getrennt haben. Am Sonntag spätestens waren diese Bedenken verflogen: „Schauen Sie sich das an“, freute sich ein übers ganze Gesicht strahlender Jürgen Klussmann mit Blick in die Besuchermassen um Dressurviereck und Springplatz. Es werden wohl knapp 5.000 Besucherinnen und Besucher gewesen sein.
Schon am Himmelfahrtstag hatte es sich abgezeichnet, dass das Schillerslager Reitturnier ein Anziehungspunkt für viele Besucher sein würde. Das lag sicherlich zum einen in den üblichen Gebräuchen des „Vatertags“. Einige dieser an diesem Tag auf Wanderschaft gehenden Männergesellschaften hatten natürlich auch eine Verschnaufpause in Schillerslage eingelegt. Zum anderen sorgte am späten Vormittag das „Heide-Derby 2012“ für große Besucherresonanz. Dieses Derby ist ein Springen über feste Hindernisse, wie es beim Military üblich ist. Es war ausgeschrieben für die Leistungsklassen S3 bis S5 und versprach so schon am ersten Tag Reitsport vom Feinsten.
Insgesamt lagen 58 Meldungen zu diesem besonderen Event vor. Der Reiz des Zuschauens lag darin, dass es hier weniger um die zu springenden Höhen ging, die natürlichen Hindernisse aus Baumstämmen und anderem Material waren relativ niedrig gehalten, es ging vielmehr um Tempo, und das zeigten die Reiterinnen und Reiter allesamt. Kein großes Taktieren um Abwürfe auf dem Parcours, die beste Zeit stand im Vordergrund. In der Klasse S5 siegte Clarissa Kiehne vom RFV Paterhof auf Fredmann, Zweite wurde Katja Berger vom RuF Isernhagen auf Naomi, Dritte wurde Kirsten Peters von der RSG Roggenhof/Thönse auf Niedersächsin. Kim-Sarah Thyen von der Reitgemeinschaft Schillerslage wurde Fünfte auf Walter 23.