Region stärkt Erziehungsberatung in den Nordkommunen

V.l.: Arpad Bogya, Bürgermeister Isernhagen, Constanze Beckedorf, Erste Gemeinderätin Wedemark, Axel Düker, Bürgermeister Burgwedel, Erwin Jordan Sozialdezernent Region Hannover, Dr. Renate Vogelgesang, Vorsitzende des Arbeitskreises Lebensberatung, und Hans-Jürgen Hermann, Geschäftsführer der Lebensberatungsstelle.

Finanzielle Absicherung für die kommenden fünf Jahre

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (hhs). Erziehungsberatung ist Vertrauenssache, davon geht man in den ländlichen Kommunen Burgwedel, Isernhagen und Wedemark aus. Diese Aufgabe ist natürlich auch Arbeitsbereich der übergeordneten Körperschaften, der Region Hannover, die in Burgdorf eine Außenstelle ihres Fachbereichs Jugend betreibt. Und es ist ein, bisher nur kleiner Arbeitsbereich der Lebensberatungsstelle für Burgwedel, Isernhagen und Wedemark. Die drei Kommunen, die diese Lebensberatungsstelle in Isernhagen F.B., Am Lohner Hof 7, gemeinsam finanzieren, hatten am Mittwoch dieser Woche allen Grund zur Freude: Mit der Region Hannover wurde ein Vertrag geschlossen, der es der Einrichtung im kommenden Jahr ermöglichen wird, Erziehungsberatung flächendeckend anzubieten.
Der Vertrag beinhaltet die Verpflichtung der Region Hannover, in den kommenden fünf Jahren jeweils 200.000 Euro für die Erziehungsberatung in den drei Kommunen zu zahlen. Der Chef der Lebensberatungsstelle Hans-Jürgen Hermann kann nun aufatmen. Sein Etat ist immer knapp, oftmals zu knapp. In den vergangenen Jahren habe er die Erziehungsberatung über eine halbe Stelle finanziert. Es sei aber immer klar gewesen, dass dieser Bereich stetig bedeutsamer werden würde. Die Nachfrage nach Erziehungsberatung steige ständig und sei wichtiger Teil der Hilfe für Familien, die unter Erziehungsproblemen leiden.
Die Region Hannover strebt nun eine flächendeckende Lösung an. Erziehungsberatung, professionell und mit Fachkräften ausgestattet, soll es nun in allen drei Kommunen geben. Da die Lebensberatungsstelle in Isernhagen F.B. ausreichend Erfahrung gesammelt hat und ihrem eigenen Konzept entsprechend auch mit der Erziehungsberatung „in die Fläche“ gegangen ist, wie es Hans-Jürgen Hermann formulierte, ist sie deshalb idealer Kooperationspartner für die Region Hannover. Das finanzielle Volumen entspricht knapp drei Vollzeitstellen, freut sich Hermann. Ohne diese unerwartete Finanzierung hätte er im kommenden Jahr Mitarbeiter entlassen müssen.
Matthias Möller vom Fachbereich Jugend der Region Hannover erklärt, wie der weitere Ablauf sein wird: Normalerweise wird die Erziehungsberatung der Region für die drei Kommunen Burgwedel, Isernhagen und Wedemark von der Außenstelle seines Fachbereichs in Burgdorf übernommen. Nun werden alle, die Erziehungsberatung in Anspruch nehmen möchten, an die Lebensberatungsstelle verwiesen. Und die Lebensberatungsstelle werde nun in der Fläche aktiv werden und ihre Beratungen anbieten. „Die Qualität der Beratung wird mit großer Sicherheit steigen“, sagte Möller.