Region Hannover bestellt und ehrt Naturschutzbeauftragte

Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover, überreicht Paul-Heinz Hille die Ernennungsurkunde. (Foto: Klaus Abelmann/Region Hannover)
HANNOVER/BURGWEDEL (r/bs). Ein neues Gesicht, dazu sieben altgediente Expertinnen und Experten für Flora und Fauna: Mit der Übergabe der Ernennungsurkunden und einer kurzen Belehrung über Rechte und Pflichten hat der Umweltdezernent der Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, die ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten für die Städte Barsinghausen, Burgwedel, Garbsen, Laatzen, Sehnde, den Bereich Neustadt-Ost und die Gemeinde Uetze sowie zur Weißstorchbetreuung für das gesamte Regionsgebiet offiziell „bestellt“.
Die Amtszeit der bisherigen Naturschutzbeauftragten endet am 31. Dezember 2015. In sieben von acht Fällen werden die Damen und Herren jedoch ihre Aufgaben auch in den nächsten fünf Jahren erfüllen.
Neu für den Bereich der Stadt Garbsen wird Frau Ahu Tekiner aktiv. Die Landschaftsarchitektin folgt auf Vorschlag der Stadt dem langjährigen Naturschutzbeauftragten Karl Fischer nach, der aus gesundheitlichen Gründen für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung steht. Er wurde von Prof. Priebs für seine 30-jährige, ehrenamtliche Arbeit besonders geehrt.
Die Diplomingenieurin Gabriele Kellein ist seit 2001 Naturschutzbeauftragte und soll es auf Wunsch der Stadt bleiben. Paul-Heinz Hille, seit 1986 Naturschutzbeauftragter in Burgwedel, wurde zur Wiederwahl von seiner Heimatkommune vorgeschlagen. In Laatzen macht Margret Saxowsky weiter. Sie wurde erstmals 2006 tätig.
Werner Magers bleibt auf Vorschlag der Stadt Neustadt für den Bereich Ost Ansprechpartner in Naturschutzfragen. Diplom-Biologin Daniela Liskow wird im Bereich der Stadt Sehnde weiter über Naturschutz und Landschaftspflege wachen, ebenso wie es Erhard Zander für Uetze tun wird.
Der Zoologe Dr. Reinhard Löhmer kümmert sich weitere fünf Jahre um die Weißstörche in der Region Hannover. Seit 1967 ist er in dem Bereich ehrenamtlich tätig, seit 2005 von der Region Hannover offiziell bestellt.
Die Aufgabenbereiche der Naturschutzbeauftragten sind vielfältig und erfordern neben fachlicher Qualifikation auch praktische Erfahrungen: Sie beraten und unterstützen die Umweltverwaltung in allen Angelegenheiten des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Sie leisten Aufklärungsarbeit, helfen bei Kartierungsarbeiten und Gewässerschauen und sind dabei, wenn Naturschutzmaßnahmen in den Kommunen geplant werden. Auch der Besuch von Ausschusssitzungen, Veranstaltungen und Weiterbildungsseminaren oder die Arbeit mit Schulklassen gehört zu ihren Tätigkeiten.
„Sehr hilfreich sind für einen Naturschutzbeauftragten deshalb eine hohe Kommunikationsbereitschaft und Verhandlungsgeschick“, betonte Prof. Priebs bei der Urkundenübergabe im Regionshaus. Der Dezernent dankte den ehrenamtlichen Expertinnen und Experten für die geleistete Arbeit und für die Bereitschaft, weitere fünf Jahre ihr Wissen und ihre Zeit für den Naturschutz in der Region zur Verfügung zu stellen.