Region fördert 30 Projekte aus dem Integrationsfonds 2016

Viele Anträge beziehen sich auf Vorhaben für Flüchtlinge

REGION HANNOVER/LEHRTE (r/bs). Mit der Handykamera die neue Heimat erkunden, gemeinsam im Chor der Nationen singen, zusammen einen Garten pflegen: Integration gelingt am besten, wenn Menschen etwas miteinander erleben oder schaffen.
Darauf setzen auch Vereine und Organisationen in der Region Hannover. 30 von ihnen werden jetzt aus dem Fonds der Region Hannover „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ gefördert. Der Regionsausschuss hat jetzt grünes Licht für die Zuschüsse gegeben. Insgesamt fließen knapp 155.000 Euro. Das Oberthema lautete „Gleichheit + Differenz = VIELFALT“.
Seit 2009 fördert die Region Hannover jedes Jahr aus dem Integrationsfonds Vorhaben, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte fördert. „In diesem Jahr hatten wir besonders viele Anträge, die sich auf die Teilhabe von Flüchtlingen beziehen – dieses Thema hatten wir auch als einen möglichen Schwerpunkt benannt“, sagt Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover.
Im Vergleich zu den Vorjahren sind weniger Anträge eingegangen: Insgesamt 58 Projektanträge lagen der sechsköpfigen Jury, die die Entscheidung des Regionsausschusses vorbereitet hat, vor. „Viele Initiativen engagieren sich zurzeit sehr in der Flüchtlingsarbeit, so dass sie wenig Zeit hatten, einen Antrag auszuarbeiten“, weiß Szymanska zu berichten. „Die Anträge sind professioneller geworden“, stellt die Leiterin der Koordinierungsstelle fest.
Regionspräsident Hauke Jagau lobte die Bandbreite der Projekte: „Es ist spannend zu sehen, mit was für unterschiedlichen Ideen Menschen an das Thema Integration gehen. Ich freue mich über das Engagement. Das Wichtigste ist, das Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte einander kennen lernen. Nur so können Gemeinsamkeiten entdeckt werden und die Anerkennung füreinander auf beiden Seiten gestärkt werden.“
Unter den 30 geförderten Projekten finden sich vier Projekte in Burgdorf, ein Projekt in Lehrte und ein Projekt in Burgwedel: In Burgwedel werden Flüchtlinge eingeladen, Fotos zu machen und so ihre Erwartungen an die Zukunft in Bilder zu fassen. Die Stadt Burgdorf hat vor, Geflüchteten den Zugang zu Betrieben zu ebnen, um den Einstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern und in Lehrte möchte der Verein SV Yurdumsport sein bestehendes Projekt „Fußball für Flüchtlinge“ erweitern indem auch Flüchtlinge von der Mannschaft „Mandela-Team“ an der Organisation des Projektes teilnehmen und dieses mitgestalten können.