Regenreiche Finissage: „Nun lasst uns abbranden“

NDR-Moderator Andreas Kuhnt nahm das schlechte Wetter gelassen. Gut gelaunt brachte er die Kunstobjekte an den Mann bzw. an die Frau. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Erlös der Versteigerung ging an den Ambulanten Hospizdienst

GROSSBURGEDEL (hhs). Am vergangenen Freitag war endgültig Schluss mit der Präsentation „anbranden“ im Alten Park an der Thönser Straße in Großburgwedel. Der Kunstverein Burgwedel Isernhagen hatte für eine schöne Abschlussveranstaltung gesorgt, die beiden Künstler Franz Betz und della waren vorsichtshalber im Ostfriesennerz erschienen, die Gartenregion Hannover hatte ebenso „vorsichtshalber“ eine Menge Regenschirme mitgebracht und verteilt, was sich als im besten Sinn als vorausschauend erwies, denn zu Beginn um 19.00 Uhr regnete es recht ordentlich. „Nun lasst uns abbranden“, eröffnete Stefan Rautenkranz die Abschlussveranstaltung.
Trotz des Regens waren etwa 60 Kunstinteressierte gekommen, um dem „Schauspiel in zwei Akten“ beizuwohnen. Erster Akt war die angekündigte Versteigerung der kleinen Kunstobjekte, dieser interessanten Mischung aus Puzzle und Mobile. Eigentlich sollten die Besucher der Finissage diese Objekte selbst herstellen, aus den Teilchen, die dort zwischen den Bäumen gehangen hatten. Auf diesen Teil der Veranstaltung wurde wegen des schlechten Wetters verzichtet.
Den Part der Versteigerung hatte der bekannte NDR-Moderator Andreas Kuhnt übernommen, der sich für diese Aktion noch etwas Besonderes hatte einfallen lassen: Die Kunstobjekte, die er nun meistbietend an den Mann oder die Frau bringen sollte, hatte er von seinen Moderatorenkollegen und von bekannten Studiogästen des Senders zusammenbasteln lassen. Und die hatten diese Skulpturen dann auch noch handsigniert.
Auch Stefan Schostok hatte so ein kleines Kunstwerk zusammengebaut und abgezeichnet. Der SPD-Kandidat, der für die Nachfolge von Stefan Weil als hannoverscher Oberbürgermeister antritt, war extra nach Großburgwedel gekommen an diesem Abend, um diesem feuchten aber keineswegs unfröhlichen Spektakel beizuwohnen. Sein Kunstwerk wurde als erstes versteigert und ging für 70 Euro an seinen neuen Besitzer Andreas Strauch. Den Spitzenpreis erzielte Kuhnt allerdings mit der handsignierten Skulptur von Hannover 96 Erfolgstrainer Mirko Slomka. Für stolze 150 Euro wurde diese von Bärbel Waldtmann-Filzek ersteigert. Eine imposante Summe, bei der man sich fragen darf, wie viel es denn für die Slomka-Skulptur gegeben hätte, wenn das 96-Spiel gegen Wolfsburg schon gewesen wäre.
Die kleine Kunstauktion nahm ihren Verlauf und der Vorsitzendes des Kunstvereins, Stefan Rautenkranz, erläuterte dann, dass der gesamte Erlös der Auktion an den Ambulanten Hospizdienst Burgwedel, Isernhagen, Wedemark übergeben werde, und deren Mitarbeiterin Nicole Friederichsen nach Ende der Auktion den Betrag gleich mitnehmen könne. Das muss Petrus gehört haben, denn beinahe augenblicklich hörte es auf zu regnen. Schnell waren die anderem partizipativen Kunstobjekte versteigert und Nicole Friederichsen konnte sich über einen schönen Zuschuss für den Ambulanten Hospizdienst freuen.