Realschule Burgwedel ruft Schulsanitätsdienst ins Leben

Demonstration im Auditorium der Realschule: Die Schülerinnen Michelle und Pia demonstrieren die stabile Seitenlage, Konrektor Bernd Hofmann erläutert die einzelnen Schritte. (Foto: Birgit Schröder)

Sanitätsdienst beginnt mit dem zweiten Schulhalbjahr

GROSSBURGWEDEL (bs). Ab dem zweiten Schulhalbjahr wird es in der Realschule Großburgwedel einen Schulsanitätsdienst (SSD) geben. Die Projektwoche im März 2011 habe den Ausschlag gegeben, so Initiator Bernd Hofmann, Konrektor der Realschule Großburgwedel.
18 Mädchen und Jungen der Klassen sechs bis zehn hatten damals den Erste-Hilfe-Kursus im Rahmen der Projektwoche mit Erfolg absolviert.
„Das Interesse der Schüler war so groß, dass wir in Zusammenarbeit mit dem DRK beschlossen haben, einen Schulsanitätsdienst ins Leben zu rufen“, so Hofmann. Insgesamt 124 Schülerinnen und Schüler haben sich für diesen neuen Dienst angemeldet und erhalten nun eine Ausbildung zum Ersthelfer. „Bei so einer großen Gruppe ist auch bei einem fortwährenden Wechsel durch die Schulabgänger der Bestand gesichert“, freute sich Hofmann, „und Mut gemacht haben auch die positiven Erfahrungen mit dem Schulsanitätsdienst im benachbarten Gymnasium.“
Schulsanitäter helfen an ganz normalen Schultagen, aber auch bei Sport- und Schulfesten ihren Mitschülern bei Notfällen. Sie können Erste-Hilfe leisten, wissen wie Verbände angelegt werden, was bei Verbrennungen und Vergiftungen zu tun ist und wie man die stabile Seitenlage ausführt.
„Dieses Engagement gibt den Schülerinnen und Schülern nicht nur Selbstvertrauen, sondern sorgt auch für Pluspunkte bei den späteren Bewerbungen“, so Hofmann. „Und vielleicht wird hier auch der Grundstein für die spätere Berufslaufbahn gelegt“, ergänzte Hans-Dietmar Warda, Vorsitzender des DRK Burgwedel.
Für die Grundausstattung der künftigen Schulsanitäter sorgte das DRK mit einer kleinen Versorgungstasche mit Verbandsmaterial, Handschuhen, Dokumentationsheft und Rettungsdecke. Ferner gab es weiße T-Shirts, damit die Ersthelfer auch als solche zu erkennen sind. „Nun müssen wir nur noch die Art der Alarmierung klären und in welchen Räumlichkeiten der Schulsanitätsdienst untergebracht wird – und dann geht es los“, so Konrektor Bernd Hofmann.