Rat verabschiedete Resolution zum Erhalt des Krankenhauses

Sie haben die Resolution für den Erhalt des Klinikums in Großburgwedel unterschrieben: v.l. Joachim Lücke, SPD, Rainer Fredermann, CDU, Bürgermeister Axel Düker, Dr. Friedrich Wolf, WWB, Heinz Visel, Bündnis 90/Grüne und Friedhelm Stein, WEB. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Frauenheilkunde und Geburtshilfe müssen erhalten bleiben

BURGWEDEL (hhs). Der Rat der Stadt Burgwedel hat auf seiner Sitzung am Montag dieser Woche eine „Resolution für den Erhalt des Krankenhauses in Burgwedel sowie für den Erhalt der Geburtsklinik und Frauenheilkunde“ verabschiedet.
„Das ist die erste gemeinsame Position von Rat und Verwaltung zu den jetzt bekannt gewordenen Schließungsplänen“, erläuterte Bürgermeister Axel Düker das Procedere. „Die Vorlage ist mit den Fraktionsvorsitzenden abgestimmt. Wir haben eine gute erste Stellungnahme produziert, die von allen Ratsfraktionen unterschrieben werden soll“.
Düker verlas zunächst die Resolution, die sich nicht lange mit der Vorrede aufhielt: „Die Mitglieder des rates der Stadt Burgwedel sprechen sich mit Nachdruck unter der Beachtung der folgenden Aspekte für einen Erhalt des Klinikums Burgwedel für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sowie der umliegenden Kommunen aus.
Dabei wird der Rat von dem Gedanken geleitet, dass die medizinische Versorgung ein hohes Gut darstellt und nicht zur Disposition gestellt werden darf“.
Folgende Punkte werden in der Resolution angesprochen: Das Klinikum in Großburgwedel stelle die schnelle Erreichbarkeit sicher. Der Klinikstandort Großburgwedel habe sich in sielen Jahren bewährt. Dank des nahen Autobahnanschlusses sei es für Patienten aus dem gesamten Norden der Region sehr gut und schnell zu erreichen.
Der Standort Burgwedel biete den Patienten kurze Wege. Insbesondere für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger sei das ein sehr großer Vorteil. Die wohnortnahe und zügig erreichbare medizinische Versorgung sei für die Bewohner der nördlichen Region bereits durch den Umzug des Oststadtkrankenhauses ins neue Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus deutlich erschwert worden.
Das Krankenhaus in Großburgwedel genieße in der Bevölkerung eine außerordentlich hohe Akzeptanz und einen sehr guten Ruf. Durch die Schließung der Geburtshilfeklinik der Paracelsusklinik in Langenhagen sei die Geburtshilfeklinik in Großburgwedel wichtigste Anlaufstelle für Mütter und ihre Angehörige aus dem nördlichen Umland Hannovers, die ohne lange Anfahrzeiten erreichbar ist. Die enorme Steigerung der Geburtenzahlen in Großburgwedel belege dies.
In der Notfallversorgung für den Unfallschwerpunkt A 7 komme dem Klinikum in Großburgwedel durch seinen Standort besondere Bedeutung zu. Auch hinsichtlich der Versorgung chronisch kranker Patienten hätte die Schließung des Hauses negative Folgen. Zudem müsse man dann auch mit der Schließung von Facharztpraxen in Burgwedel rechnen.
Der Standort Burgwedel biete eine ausgezeichnete Infrastruktur und sei ein gefragtes Arbeits- und Lebensumfeld, das qualifiziertes Personal auch in Zeiten des Fachkräftemangels locke. Zudem seien in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel in das Klinikum Großburgwedel geflossen, die der Klinik eine vernünftige betriebswirtschaftliche Zukunft auf Jahre bieten sollten.
Letzter Punkt: Eine Überprüfung der wirtschaftlichen Situation des Klinikums der Region Hannover muss transparent und nachvollziehbar für die Bürgerinnen und Bürger sowie die betroffenen Kommunen erfolgen. Insbesondere die positiven Betriebsergebnisse des Krankenhauses Großburgwedel müssen Berücksichtigung finden. Aus diesen Gründen fordert der Rat der Stadt Burgwedel den Erhalt des Klinikstandortes Burgwedel!“