Rat der Stadt Burgwedel verabschiedete Dr. Hendrik Hoppenstedt

Zum Abschied aus dem Bürgermeisteramt gab es für Dr. Hendrik Hoppenstedt eine Laudatio und für seine Frau einen Blumenstrauß von der Ratsvorsitzenden Ortrud Wendt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Bürgermeisterwahltermin auf den 16. Februar 2014 festgelegt

BURGWEDEL (hhs). Die Ratssitzung am Montagabend dieser Woche stand ganz im Zeichen der „Bürgermeisterproblematik“ in Burgwedel. Die Neuwahl eines zukünftigen Bürgermeisters wurde auf den 16. Februar gelegt. Die Wahlleitung hat die Erste Stadträtin Christiane Concilio inne, ihr Stellvertreter ist Götz Gero Möller. Letzter Punkt der Tagesordnung war die offizielle Verabschiedung des scheidenden Bürgermeisters Dr. Hendrik Hoppenstedt.
Ratsvorsitzende Ortrud Wendt begann ihre Laudatio mit der Bemerkung, es habe es in Burgwedel noch nicht gegeben, dass ein Bürgermeister vor der Zeit geht und man damit gleichzeitig einen Bundestagsabgeordneten habe. Dann ging sie über zu den „nüchternen Fakten“, so wie diese bei Wikipedia zu lesen sind. Der Name „Hoppenstedt“ löse aber auch andere Gedanken aus: politisches Engagement, Zuverlässigkeit, Sparsamkeit und vieles mehr das seit vielen Jahren.
Wer auch immer seine Nachfolge im Amt antreten werde, ob es dann Dr. Björn Hoppenstedt, der Bruder des zu Ehrenden, oder Michael Kranz sei, der im Saal anwesend war: „Es sind große Fußstapfen, in die Sie treten müssen“, so Ortrud Wendt. Aber sie sprach den potentiellen Nachfolgern auch Mut zu: „Stadtverwaltung und Stadtrat werden ihm in allen Belangen zur Seite stehen“.
Dr. Hendrik Hoppenstedt habe vor neun Jahren ungewöhnlich jung aber sehr ambitioniert sein Amt übernommen. Seine Amtszeit als hauptamtlicher Bürgermeister sei geprägt vom Ausbau der Kinderbetreuung, den Familienangeboten, die inzwischen zu den Standortvorteilen Burgwedels zählen, dem Amtshof, Domfrontplatz, den Dorfplätzen in Fuhrberg, Wettmar und Oldhorst und vielem mehr.
„Die Stadt hat sich gewandelt. Aber er hat trotzdem das Geld zusammengehalten“, lobte die Ratsvorsitzende. Ein Abschied schmerze immer, fuhr sie fort, auch wenn man sich darauf freue. Ihr Dank gehe auch an Ehefrau Julia Hoppenstedt, mit der er gemeinsam in einige Themenfelder hineingewachsen sei. Zum Schluss bat sie den scheidenden Bürgermeister, er möge sich in Berlin stark für seinen Wahlkreis engagieren. „Bleibe ein bisschen Bürger Burgwedels. Hier ist Dein zu Hause“, endete Ortrud Wendt.
Dr. Hendrik Hoppenstedt bedankte sich für die lobenden Worte und erklärte, der Abschiedsschmerz halte sich in Grenzen, obwohl es nichts gegeben habe, „was mich hier weggezogen hätte“. Burgwedel habe eine großartige Verwaltung und einen Rat, der eine ganz besondere Kultur pflege. „Bewahren Sie das, denn das ist etwas ganz besonderes“, riet er.
Die Finanzen der Kommune seien noch gut und deswegen gebe es keinen Grund zur Veränderung der politischen Kultur in Burgwedel. Dem Stadtrat wünschte er Mut bei seinen Entscheidungen. Er werde sich nicht „als Altbürgermeister hier in die Politik einmischen“. Abschließend bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit bei allen, die ihn in den neun Jahren unterstützt und beraten haben, darunter die Weggefährten aus Politik und Verwaltung, den Schulleitungen, bei seinen Bürgermeisterkollegen, den Feuerwehren, „da bin ich immer gern gewesen“, bei den stellvertretenden Bürgermeistern auch der vergangenen Wahlperiode, bei der Verwaltung, bei seiner Frau Julia „für die Entbehrungen“ und zuletzt bei allen Bürgerinnen und Bürgern.