Rainer Fredermann zum dritten Mal Wettmarer Ortsbürgermeister

Der neue Wettmarer Ortsrat (v.l.): Lothar Urban, Michael Kranz, Niklas Hanne, Klaus Sommer, Rainer Fredermann, Erwin Fette und Dr. Friedrich Wolff. (Foto: Renate Tiffe)

Michael Kranz (CDU) zu seinem Stellvertreter gewählt

WETTMAR (ti). Eine Art Aufbruchstimmung war bei der konstituierenden Sitzung des Wettmarer Ortsrates zu spüren. Durch das gute Wahlergebnis für sich und seine Partei, die CDU, sah sich Rainer Fredermann, der bisherige Ortsbürgermeister, in seiner Politik des Ausgleichs bestätigt. Er wurde zum dritten Mal zum Ortsbürgermeister gewählt. Alle übrigen Mitglieder sind neu im Wettmarer Ortsrat.
Vorbei ist die Zeit der lähmenden Kraft der Wählergemeinschaft Wettmarer Bürger (WWB) deren Stimmenanteil von mehr als 27 Prozent bei der vergangenen Wahl auf 11,7 Prozent geschrumpft ist. Als deren Vertreter ist Dr. Friedrich Wolff in den Ortsrat eingezogen. Zusammen mit Lothar Urban (SPD), mittlerweile einem der „Altgedienten“ in der Burgwedeler Kommunalpolitik und Erwin Fette, dessen Übertritt von der SPD zu den „Grünen“ kurz vor der Wahl Aufmerksamkeit erregte, werden sie das Korrektiv zur CDU-Mehrheit. bilden.
Außer dem Ortsbürgermeister, der zugleich Mitglied im Stadtrat und in der Regionsversammlung ist, sind die „Neuen“ in der CDU noch ohne Erfahrung in der Ratsarbeit. Es sind Michael Kranz, der örtliche Parteivorsitzende, Klaus Sommer, Wettmarer Urgestein und Niklas Hanne, mit Abstand der Jüngste unter den Ortsratsmitgliedern.
Zu vermerken ist, dass keine Frau mehr im Ortsrat vertreten ist, dem vorher drei weibliche Mitglieder angehört hatten. Die Zahl der Kandidatinnen war bei allen Parteien gering. Bei der CDU gilt Martina Flatten als Nachrückerin.
Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, der die Verpflichtung der Ortsratsmitglieder per Handschlag besiegelte, dankte ihnen dafür, dass sie bereit seien, „fünf Jahre lang den Karren zu ziehen“. Nicht immer würden ihre Entscheidungen die ungeteilte Zustimmung aller finden. Sie übten aber eine wichtige Tätigkeit aus, weil sie die ersten Ansprechpartner für die Menschen im Ort seien, für die der Gang zum Rathaus oftmals eine Hemmschwelle bedeute. Im neuen Kommunalverfassungsgesetz seien die Zuständigkeiten ausgeweitet worden. „Sie werden nicht nur gehört, sie können auch entscheiden – im Rahmen der Haushaltsmittel“, fügte Hoppenstedt hinzu.
Die Wahl des Ortsbürgermeisters leitete Lothar Urban. Friedrich Wolff als Ratsältester hatte das Amt abgelehnt, stellte jedoch den Antrag auf eine geheime Wahl. Ortsratsbetreuer Oliver Götze war darauf wohl vorbereitet. Fredermann wurde mit sechs Ja-Stimmen und einer Enthaltung in seinem Amt bestätigt, was niemand überraschte. Zum dritten Mal habe er nicht alle Stimmen erhalten, sagte er. Er freue sich, den Ortsrat weiter zu leiten und sei überzeugt, dass dies, gemeinsam mit den Ortsratsmitgliedern gut gelingen werde. Von seiner Seite sei er bereit dazu.
Bei der Wahl des Stellvertreters wurde mit Lothar Urban ein Gegenkandidat für Michael Kranz vorgeschlagen. Sie wurde mit vier zu drei Stimmen für Kranz entschieden. Ganz in Ordnung fanden das manche nicht, zumal die SPD am 11. September 24,4 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Einer guten Zusammenarbeit sollte damit trotzdem nichts im Wege stehen, wie beim anschließenden Umtrunk im Dorfgemeinschaftshaus von beiden Seiten beteuert wurde.