Pro Familie lediglich eine tausendstel Sekunde Zeit

„Good News“ führte humorvoll durch die Vorweihnachtszeit, am Piano begleitet von Helge Adam. (Foto: Svenja Steinseifer)
 
Musikalischer Geburtstagsgruß: Kathrin Vüllgraf und Manfred Guttenberger mit „Happy Birthday Jesus“. (Foto: Svenja Steinseifer)

„Good News“-Adventskonzert mit Witz und Besinnlichkeit

ALTWARMBÜCHEN (svs). Neben Glanz und Besinnlichkeit kann Weihnachten auch Stress mit sich bringen. Mit liebevoll witzigen und besinnlichen Songs brachte der Gospelchor „Good News“ am Samstag humorvolle aber auch behagliche Weihnachtsstimmung in die bis auf den letzten Platz besetzte Christophoruskirche Altwarmbüchen.
Was soll ich ihr schenken? Scheuklappen? Hat se schon. Alles hat se schon. „Flott mit Überraschungen“ und einer ordentlichen Prise Witz beendete der Gospelchor „Good News“ sein 30. Chor-Jahr mit einem Adventskonzert in der Christophoruskirche. „Ich wollte moderne, ein bisschen andere Weihnachtslieder mit ins Programm nehmen“, sagt Chorleiter Björn Vüllgraf. Zum Beispiel die Geschenke-Odyssee der Prinzen. Was schenken, wenn man schon alles hat? Und morgen Weihnachten ist? Ganz plötzlich?
„Witzig sollte es sein“, sagt Vüllgraf, der selbst im Big-Band-Jazz zuhause ist und neben „Good News“ auch das 43-köpfige „Björn Vüllgraf Orchestra“ leitet. „Vor allen Dingen möchten wir die Freude am Singen transportieren und unsere Qualität mindestens halten“. Mal laut und flott, mal leise und besinnlich, mal romantisch und verliebt – stimmungsvoll und abwechslungsreich präsentierten sich die rund 40 Sänger und Sängerinnen ihren 260 Zuschauern. „Es war richtig gut“, zeigt sich Vüllgraf mit seinem Chor und den Solisten Kathrin Vüllgraf, Manfred Rogge, Isabelle Gieseke, Frank Nolte und Manfred Guttenberger zufrieden.
Geschenke Stress – vor allem der Weihnachtsmann müsste an Weihnachten an seine Kapazitätsgrenzen stoßen, wie Moderatorin Christine Jobczyk in einer ihrer „Theorien aus einem Buch“ erklärt: Bei 91 Millionen christlichen Haushalten müsste er 800 Familien in der Minute beschenken. Sein Schlitten müsste mit 1000 km/h und 300.000 Kilogramm Geschenke-Gepäck von Haushalt zu Haushalt flitzen. „Das heißt der Weihnachtsmann hätte für jede Familie genau 1/1000 Sekunden Zeit“, erklärt Jobczyk, „und müsste beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen!“
Sehr viel mehr Zeit nimmt sich Björn Vüllgraf für seine Chormitglieder. „Als ich neulich alle zum Pizza-Essen eingeladen habe, hat keiner abgesagt“, freut sich der Pianist und sieht darin auch eine schöne Bestätigung seiner musikalischen Arbeit.
Von Klassikern wie „Can you fell the love tonight“ über „Happy Birthday Jesu“, „Mary´s Boy Child” bis hin zu schwedischen Weihnachtsliedern wie „Jul, jul stralande Jul“ (Solo Kathrin Vüllgraf) präsentierte „Good News“ eine flotte, witzige und besinnliche Vorweihnachts-Choreographie und ein breites musikalisches Repertoire.
Weiter geht es im neuen Jahr. Jetzt freut sich Björn Vüllgraf erst einmal auf Weihnachten. Und darauf seinen Sohn unter dem Weihnachtsbaum krabbeln zu sehen. „Er ist jetzt zwei geworden“, strahlt der Braunschweiger Pianist, der mit dem 30. Chorjahr rundum zufrieden ist: „Unser Jahreskonzert war das musikalische Highlight, alles hat alles ganz toll geklappt!“
Und am Ende gibt es noch einmal „Good News“ für die große und kleine Erdenbürger: Der Weihnachtsmann ist selbstverständlich nicht verglüht und auch seine Rentiere sind putzmunter. Bleibt noch eine letzte Frage: Was soll ich ihr bloß schenken?