Premiere: Interkulturelle Woche in der Stadt Burgwedel

Gleichstellungsbeauftragte Sandra Ahnen und die Referentin der Verwaltungsleitung, Ebru Göller, präsentieren die Plakate für die Interkulturelle Woche. (Foto: Renate Tiffe)

Veranstaltungen unter dem Motto „Wer offen ist, kann mehr erleben“

GROSSBURGWEDEL (ti). Eins der Plakate, mit denen für die Interkulturelle Woche geworben wird, zeigt ein angerissenes Mauerstück. Eine solche Mauer wollen die Burgwedeler Gleichstellungsbeauftragte Sandra Ahnen und die Referentin der Verwaltungsleitung, Ebru Göller, weiter durchbrechen, wenn sie mit ihrer Veranstaltungsreihe vom 24. bis 26. September starten.
„Rassismus entsteht im Kopf – Offenheit auch“ lautet das Leitmotiv für den Themenabend zu Beginn. Die Interkulturelle Woche findet bundesweit in jedem Jahr statt. Ihr diesjähriges Motto: „Wer offen ist, kann mehr erleben“.
Burgwedel beteiligt sich zum ersten Mal an der Aktion. Auf Offenheit folgen Begegnungen und auf Begegnungen Vertrauen, die Basis des Zusammenlebens, sagt Ebru Göller. Es sei ein Pilotprojekt, an dem die beiden Frauen seit dem Frühjahr gemeinsam arbeiten. Erstmalig zeige sich auch, dass eine solche Zusammenarbeit funktioniere.
Burgwedel verfügt mit dem Interkulturellen Frauenfrühstück bereits über eine Art Vorzeigeobjekt. Die neue Veranstaltungsreihe solle darüber hinausgehen, meint Sandra Ahnen. Das Frühstück in der Seniorenbegegnungsstätte werde integriert, sozusagen als kreativer Teil, wenn bunte Luftballons aufsteigen, anstelle von Vorurteilen, die in der Luft zerplatzen. Es sei die einzige Veranstaltung nur für Frauen.
Ein Forum für Diskussionen solle der erste Abend im Amtshof bieten. Zentrale Frage des Abends werde sein, was man gegen Rassismus im Alltag tun kann und ob Zivilcourage erlernbar ist. Referenten aus Wissenschaft und Praxis werden sich auf dem Podium auch den Fragen des Publikums stellen, dessen Beteiligung ausdrücklich erwünscht ist.
Die dritte Veranstaltung schließlich werde ein Kinoabend sein, an dem der Film „Die Welle“ gezeigt wird, ein nachdenkenswertes Dokument, das demonstriert, wie faschistische Systeme entstehen. Der Film solle sich vor allem auch an Schüler wenden. „Wir wollen Denkansätze für alle bieten, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. „Wir wollen verschiedene Perspektiven beleuchten und auch viel von den Menschen hier erfahren, von Ängsten und Abwehrmechanismen“, ergänzt Ebru Göller