Pfarrkirche St. Paulus feiert 50-jähriges Bestehen

Die katholische St. Paulus-Kirchengemeinde feiert in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen ihrer Kirche. (Foto: Renate Tiffe)

Ein großes, zweigeteiltes Festprogramm ist in Vorbereitung

GROSSBURGWEDEL (ti). 2016 besteht die katholische St. Paulus-Kirche in Großburgwedel fünfzig Jahre – ein Anlass, den die etwa 4.000 Mitglieder zählende Pfarrgemeinde mit einem großen Festprogramm feiern wird.
Die Vorbereitungen stehen kurz vor dem Abschluss. Auftakt wird der Gottesdienst am 7. Februar sein. Ein Festakt zum Goldenen Jubiläum soll sich im Pfarrheim anschließen, zu dem neben den Gemeindemitgliedern Gäste aus benachbarten Pfarrgemeinden und der politischen Gemeinden geladen sind.
Die liturgische Weihe des Gotteshauses, das seinen Namen nach dem damals regierenden Papst Paul IV erhielt, fand am 5. Februar 1966 statt. Da in diesem Jahr auf das Kirchweihfest unmittelbar die Fastenzeit folgt, hat der Pfarrgemeinderat eine Zweiteilung des Programms vorgesehen. Anschließend an den Pfingstgottesdienst am 16. Mai werden bis zum 11. Juni Festwochen begangen. Das Motto des Jubiläums lautet: Glauben leben = Zukunft gestalten.
Den Festgottesdienst am Sonntag Anfang Februar wird Pfarrer Hartmut Lütge von der Kirche St. Marien in Mellendorf leiten. Die musikalische Begleitung wird der Oratorienchor gestalten, der a capella singt.
Mit dem Mellendorfer Geistlichen probt die St. Paulus-Pfarrgemeinde eine Art Zukunftsmodell der pastoralen Versorgung in der Kirche des Bistums Hildesheim. St. Paulus bleibt selbständig, muss sich aber die Pfarrstelle mit Mellendorf teilen. Lütge zur Seite steht das sog. Pastoralteam, dem der Gemeindereferent Thomas Schenk aus Mellendorf und Pfarrer Ivan Mykahailiuk sowie der Diakon Sven Stieger von Burgwedeler Seite angehören. Pfarrer Hubert Schulz, der 21 Jahre lang für die Gemeinde zuständig war, ist im Juli 2013 in den Ruhestand getreten.
Für die Festlichkeiten nach dem Pfingstfest sind besonders thematisch ausgerichtete Sonntagsgottesdienste geplant, interessante Vorträge und Konzerte, wie Petra Wulff, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates und Sprecherin des Vorbereitungs-Ausschusses mitteilte. Es werde auch ökumenische Veranstaltungen geben, da die Ökumene ein großes Thema in Burgwedel ist. Am Schluss wird ein Pontifikalamt mit Bischof Trelle stehen, zu dem auch alle ehemaligen Pfarrer eingeladen werden.
Mit dem Bau der Kirche in den 60er Jahren hat die St. Paulus-Kirche, die bis dahin von Burgdorf aus mit betreut wurde, durchaus Neuland beschritten. Als Grundform wählte sie einen Zeltbau, ein Oktogon, das bis heute als Besonderheit gilt und einen stimmungsvollen Rahmen für den Gottesdienst bildet.
Um den ausgedehnten Altarraum mit dem Tabernakel und dem Ambon, dem Lesepult mit den Sinnbildern der vier Evangelisten, sind die Bankreihen für die Gemeinde im Halbrund angeordnet. Die Orgel wurde später, im Jahr 1984, geweiht. Nach „jahrzehntelangem klangvollen Einsatz“, wie es in der Kirchenschrift „Einblick“ hieß, war im vergangenen Jahr eine Generalüberholung notwendig geworden. Rechtzeitig zum Jubiläum erklingt sie nun mit „Schönen Tönen – neuen Klängen“ zum Lob Gottes.