Partizipation ist wichtiger Bestandteil pädagogischer Arbeit

Florentine Hoffmann, Maik Bochmann, Nadine Nacke und Miriam Grube hatten viel Spaß beim Malen am Gemeinschaftsbild. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Auch für das leibliche Wohl der interessierten Besucher war gesorgt worden. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Pestalozzi-Seminar informierte über verschiedene Ausbildungsgänge

GROSSBURGWEDEL (bgp). Das Pestalozzi-Seminar Burgwedel gab Einblick in die pädagogische Arbeit mit dem Thema „Partizipation – gemeinsam können wir etwas bewegen. Aber nur mit Dir“. Lehrende und Seminaristen standen Rede und Antwort zu verschiedenen Ausbildungsgängen der Fachschule.
Die Besucher bekamen schon im vorderen Bereich des Pestalozzi-Seminars einen ersten Eindruck darüber, was Partizipation bedeutet. Eine Skulptur zeigte in Stufen die Entwicklung eines Projektes von der ersten Information bis hin zum Ziel der Selbstverwaltung des Kindes.
Dabei ist die vorrangige Aufgabe des Pestalozzi-Seminars, die Partizipation im Berufsalltag von Erziehern/-innen und Sozialassistenten/-innen fest zu etablieren und diese im Kontext der Ausbildung eingehend zu vermitteln. Die Kinder und Jugendlichen, mit denen sie später arbeiten, sollen an Entscheidungen beteiligt werden, um eigene Ideen und Ansichten konstruktiv einzubringen.
Wie Partizipation im Schulalltag aktiv gelebt wird, zeigten die Seminaristen mit verschiedenen Aktionen. In der Kreativ AG gab es viel zu lernen, verschiedene Falt- und Maltechniken wurden dort vermittelt.
Das Kasperltheater erläuterte in einem kleinen Stück spielerisch das komplette Angebot zum „Tag der offenen Tür“. So konnten sich die Zuschauer schon während der Vorstellung überlegen, welche Aktionen sie sich als nächstes anschauen wollten. Das Flaschenpercussion-Konzert war ebenso ein Renner wie der Stopmotionfilm mit Playmobil-Männchen, der von Schülern im Unterricht produziert wurde.
Laura Lahmann ist im ersten Jahr der Erzieherinnenausbildung und hat zusammen mit anderen Auszubildenden einen „Bauchladen“ gebaut, welcher die Geschichte des Kinderbuches „Der Regenbogenfisch“ dreidimensional darstellt. Die Figuren können auf der kleinen Papp-Bühne bewegt werden, Kinder sehen plastisch, wie die Geschichte sich entwickelt.
Es gebe noch weitere Geschichten, die im Seminar als Bauchladen „verbaut“ wurden, das Konzept habe sich in Kindergärten sehr bewährt, so Lahmann. Vor allem seien die Kinder begeistert, dass man mit den Figuren spielen könne, hob sie hervor.
Lisa Indorf und Nathalie Berg sind ebenfalls beide im ersten Jahr der Erzieherinnenausbildung und haben sich im Team mit dem Thema „Partizipation“ filmisch auseinandergesetzt. Mit einem Gang durch die Straßen Burgwedels haben sie Passanten befragt und erfahren, dass viele Menschen gar nicht wissen, was Partizipation ist.
Martina Bleidorn, Leiterin des offenen integrativen und evangelischen Pestalozzi-Kindergartens, fasste im Film den Sinn der Partizpation zusammen: „Kinder als Gesprächspartner wahr- und ernstnehmen, ohne dass die Grenzen zwischen Erwachsenen und Kindern verwischen“.
Folgende Ausbildungsgänge werden im Pestalozzi-Seminar angeboten: Staatlich anerkannter Erzieher/in, Staatlich geprüfte/r sozialpädagogische/r Assistent/in, und Sozialassistent/in mit Schwerpunkt Sozialpädagogik (Klasse 2, in Abendschulform). Der Ausbildungsgang Erzieher/in kann auch in Teilzeit berufsbegleitend absolviert werden. Nähere Auskünfte sind beim Pestalozzi-Seminar Burgwedel (Tel. 05139-990-271 oder E-Mail: tschier@pestalozzi-stiftung.de) erhältlich.