„Parfümfreier Charme und gebändigte Melancholie“

Der „Konzertsaal der Natur“ im Garten der Familie Langehein bot die wunderschöne Kulisse während der Matinee zur Belle Epoque. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Gartenkonzert betörte mit Musik und Geschichten der Belle Epoque

WETTMAR (bgp). Der Garten der Familie Langehein in Wettmar bot einen wunderschönen Anblick in seiner Funktion als "Konzertsaal der Natur". Die Luft war sommerlich heiß, sodass die Besucher der Matinee "Musik und Geschichten der Belle Epoque" am Sonntagmittag mit ihrem Duft nach Blumen, Kräutern und Holz betört wurden.
Die Atmosphäre war gelöst und voller Leichtigkeit, so wie es in der Belle Epoque einmal gewesen sein muss. Das Vogelgezwitscher untermalte die Rezitationen von Gabriele Hiepko und Bernd Surholt. Sie lasen aus Geschichten und Anekdoten über das Leben und die Zeit der jeweiligen Komponisten.
Die Gäste lauschten aufmerksam den Ausführungen zu Eric Satie, Claude Debussy oder Maurice Ravel und schmunzelten über die vorgetragene Anmerkung eines Kritikers, die Musik Gabriel Faurés bestehe aus "parfümfreiem Charme und gebändigter Melancholie".
Die passenden Musikstücke erklangen neben dem aufgestapelten Kaminholz, das die Naturbühne begrenzte und ein besonderes Ambiente schaffte. Bereits zum zehnten Mal hatte Annette Langehein, die musikalisch mit der Viola beteiligt war, ein Konzert in ihrem Hausgarten arrangiert, dessen Charme sich die Besucher nicht entziehen konnten.
Einige hatten ein Picknick mitgebracht, Hüte schützten vor der Sonne und dem gleißenden Licht, Getränke wurden gereicht und mit Programmheftchen oder Fächern kühle Luft zugewedelt. Bereits am Samstagabend hatte der Freundeskreis Burgwedeler Gartenkonzerte zu einer Serenade im Garten der Familie Langehein eingeladen, bei der Wojciech Zaluk am Akkordeon von Flötistin Sabine Kaufmann und der Pianistin Christina Worthmann begleitet wurde.
Im Anschluss an die beiden Konzerte hatten die Gäste Gelegenheit, die ausgestellten Werke der Kunstmalerin Tatjana Kulakovskaja und des Keramik-Künstlers Mark Turevskiy zu besichtigen.