Ortsrat will eine provisorische Toilette für den Amtspark

Der Spielplatz im Amtspark ist bei schönem Wetter ein Publikumsmagnet, doch die Toiletten sind weit weg. Nun soll Abhilfe geschaffen werden mit einer Dixi-Toilette. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Bürger beschweren sich über frühes Herausstellen des Hausmülls

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Donnerstag vergangener Woche hat der Ortsrat Großburgwedel getagt. Dabei wurden unter anderem das frühe Herausstellen des Hausmülls thematisiert und die fehlende Toilette im Umfeld des Spielplatzes im Amtspark.
Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller erklärte auf Nachfrage der Burgwedeler Nachrichten, beide Probleme seien seit Längerem bekannt. In Sachen Hausmüll könne er nur an die Einsicht der Großburgwedeler appellieren. In Bezug auf die fehlenden sanitären Einrichtungen im Amtspark zeichne sich jetzt eine Lösung, wenn auch vorerst nur eine provisorische, ab. Hier sei geplant, ein Dixi-Klo aufzustellen.
Eine ganze Anzahl von Großburgwedelern hätten ihn, unter anderem in der Bürgermeistersprechstunde, die er in regelmäßigen Abständen abhalte, darauf angesprochen, dass immer wieder Hausmüll viel zu früh herausgestellt würde. In aller Regel werde in Großburgwedel der Hausmüll am Montagmorgen abgeholt. Die Abfallsatzung formuliere präzise, dass der Müll erst am Abholtag herausgestellt werden soll. Geduldet werde allgemein, dass der Müll am Vorabend der Entsorgung an die Straßenränder gestellt wird.
Manchmal allerdings stehe schon am Mittwoch Hausmüll in den Säcken an den Straßenrändern, obwohl die Abfuhr erst fünf Tage später stattfindet. „Das ist nicht nur ein unschönes Bild für alle, die Großburgwedel zu Fuß erkunden, es gibt auch den Tieren einen noch viel längeren Zeitraum,
in den Säcken nachzuschauen, ob sich darin noch etwas Fressbares für sie befindet“, erläutert Fortmüller den Stein des Anstoßes. Sind die Säcke erst aufgerissen von Hunden, Katzen, Elstern und Krähen, dann verteilt sich der Müll mit dem Wind. Der Unrat muss dann von Hand entsorgt werden, häufig von Mitmenschen aus der Nachbarschaft, vor dessen Grundstück der Dreck dann landet.
Mit seinem Vorstoß wolle er keinesfalls behaupten, in Großburgwedel sei es unsauber aus diesem Grund. „Ganz im Gegenteil, in Großburgwedel und Umgebung ist es ausgesprochen sauber“, sagt er. „Aber es geht nicht an, dass das Ortsbild Tage vor dem Abholtermin des Mülls mit den Säcken verunstaltet wird“, fährt er fort. Werde der Hausmüll, aus welchen Gründen auch immer, von der Abfallentsorgungsgesellschaft nicht mitgenommen, dann appelliere er an die betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner, diesen wieder hereinzuholen.
In diesem Zusammenhang erinnerte der Ortsbürgermeister auch an einen mehrsprachigen Flyer, den aha, die Abfallentsorgungsgesellschaft Region Hannover vorhalte. Er habe sich einen kleinen Vorrat dieser Heftchen besorgt, die er bei Bedarf verteilen könne.
Das Problem der fehlenden sanitären Einrichtung im Amtspark bestehe schon seit Jahren und sei damit bekannt. Nun habe der Ortsrat mit der Verwaltung gewissermaßen einen Feldversuch in Angriff genommen. Geplant sei, zunächst für einen begrenzten Zeitraum, von April bis Oktober, im Amtspark eine Dixi-Toilette aufzustellen. Eine fest installierte, selbstreinigende Anlage komme der Stadt Burgwedel zu teuer. Diese koste etwa 100.000 Euro einschließlich Erschließung, zusätzlich der folgenden Betriebskosten. Der Ortsrat wolle noch in diesem Jahr einen Versuch starten. „Das Dixi-Klo kostet etwa 1.400 Euro für den geplanten Zeitraum“, sagt Fortmüller. Man überlege noch, ob man einen Holzzaum darum baue. Als Platz favorisiere er einen Standort in der Nähe des Parkplatzes des Amtsgerichts, damit die Entsorgungsfahrzeuge an das Objekt heranfahren können. Dort sei die Gefahr des Vandalismus auch nicht so groß. Wenn sich diese Lösung bewähre und sich der Vandalismus in Grenzen halte, könne man über weitere Nachbesserungen nachdenken. Zusätzlich kündigte Rolf Fortmüller an, dass der Kinderspielplatz um eine sogenannte Nestschaukel erweitert wird.