Ortsrat Großburgwedel hält zukunftsfähige Internetversorgung für notwendig

Große Zustimmung aller Fraktionen Zustimmung für CDU-Antrag

GROSSBURGWEDEL (ti). Mit dem Antrag der CDU-Fraktion im Ortsrat Großburgwedel zeigten sich alle Ratsmitglieder auf Anhieb einverstanden.
Die Verwaltung möge prüfen, so hatte es Ratsherr Carsten Niemann formuliert, mit welchen Maßnahmen eine zukunftsfähige Internetversorgung mit möglichst hohen Bandbreiten für die Stadt gewährleistet werden kann.
Bei der Offensive von htp für die Ortsteile Wettmar, Thönse und Oldhorst im vergangenen Herbst ging es um eine Verbesserung der Grundversorgung mit schnellem Internet, die in diesem Sommer realisiert werden soll. Der Antrag der CDU-Fraktion im Ortsrat Großburgwedel hat eine andere Qualität. Erarbeitet werden soll ein Konzept, mit dem beispielsweise bei Bauvorhaben von vornherein alle Voraussetzungen für optimale Anschlüsse geschaffen werden. Die Verwaltung solle sozusagen für das Thema sensibilisiert werden, sagte Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller (CDU). Eine gute Basis sei bereits vorhanden.
Als Schritte dazu hatte Niemann zunächst eine Bestandsaufnahme bestehender Telekommunikationsstrukturen angeregt. Diese müssen bewertet werden, um weiter günstige Voraussetzungen für Trassenführungen u.a. daraus abzuleiten. Neben der herkömmlichen DSL-Versorgung mit Kupferkabeln, die keine höhere Bandbreite als 16 MBits zulassen und deren Leistung mit zunehmender Entfernung vom Hauptverteiler nachlässt, gibt es in Großburgwedel bereits die leistungsstärkeren Glasfaserleitungen. Unter deren Berücksichtigung soll geprüft werden, wieweit zusätzlich bei kommunalen Tiefbaumaßnahmen wie auch bei der Erweiterung von Wohn- und Gewerbeflächen Kabel- und Leerrohre mit verlegt werden können. Zukünftige VDSL-Infrastrukturerfordernisse sollten bereits bei der Bauleitplanung mit einfließen, meinte Niemann, damit Großburgwedel nicht „den Zug in die Zukunft“ verpasst. .
Die Notwendigkeit hoher Bandbreiten nimmt seit Jahren stetig zu Zusätzlich nutzen immer mehr Kunden - nicht nur in Gewerbegebieten - immer höhere Breitbandangebote, sodass vom Hauptverteiler entfernt liegende Siedlungs- und Gewerbegebiete in den nächsten Jahren mit sinkenden Übertragungsraten zu rechnen haben, heißt es in dem Antrag. Deshalb werde eine heute in Großburgwedel noch als ausreichend empfundene Versorgungslage in Zukunft nicht mehr ausreichend sein.
Niemann schlug vor, ein Projektteam zu bilden, das es sich zur Aufgabe macht, zu prüfen, welche Wege für den Ort möglich sind. Er bot sich an, ein solches Team zu führen. Als Wirtschaftsförderer in der Wedemark, wo die VDSL-Versorgung zur Zeit schon weiter fortgeschritten ist, dürfte er über genügend Erfahrungen in diesem Bereich verfügen.
Burgwedels Bauamtsleiter Niklas Gutzler fügte hinzu, dass die Einbeziehung von VDSL bereits bei der Planung von Baumaßnahmen „eine Sache ist, von der man Ahnung haben muss“.
Vorbehaltlich entstehender Kosten wolle die SPD-Fraktion im Ortsrat mitmachen, sagte deren Sprecher Axel Düker. Es solle allerdings die ganze Stadt einbezogen werden. Auf jeden Fall solle mit der Optimierung der Internetversorgung begonnen werden, bekräftigte er.