Ortsrat Fuhrberg brachte den Frischmarkt voran

Zu Beginn der Ortsratssitzung am Mittwochabend verpflichtete Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer das Ortsratsmitglied Andreas Witte. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Auf dieser Fläche links der L 310 am Ortsausgang Fuhrberg wird im nächsten Jahr der Frischmarkt Fuhrberg gebaut werden. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ortsratsmitglied Andreas Witte verpflichtet

FUHRBERG (hhs). Am Mittwoch dieser Woche hatte der Ortsrat Fuhrberg zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr eingeladen. Die Tagesordnung erschien vorweihnachtlich-überschaubar und hatte als zentralen Punkt die Anhörung des Ortsrats zum Bebauungsplan 139 „Nahversorgungsmarkt Fuhrberg“.
Zuvor war noch ein aktueller Antrag abzuarbeiten: Ein Anlieger der Straße „Am Försterkamp“ hatte sich über den zunehmenden LKW-Verkehr in diesem Bereich beklagt und eine Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr gefordert. In der Begründung hieß es, die Straße Am Försterkamp sei in der Geschwindigkeit auf 30 Km/h beschränkt zum Schutze der dort spielenden kleinen Kinder.
Zuvor hatte Ortsbürgermeister noch einer Pflicht nachzukommen. Er musste den Ortsratsherrn Andreas Witte verpflichten und belehren. Witte hatte an der ersten konstituierenden Sitzung des Ortsrats nicht teilnehmen können, weil er erkrankt war. Neddermeyer holte das am Mittwochabend nach und nahm die Verpflichtung per Handschlag vor.
Anschließend behandelte der Ortsrat den Antrag des Anliegers des Försterkamps. In der Besprechung des Anliegens meldete sich auch ein weiterer Anlieger der Parallelstraße „Fuhrhorstweg“. Thomas Schönfeld, Polizeibeamter im Kommissariat in Großburgwedel, hat ein ähnlich gelagertes Problem vor seiner Haustür und erklärte es damit, es handele sich nach seinen Erkenntnissen um so genannten Baustellenverkehre, die die Zufahrt zur Baustelle Warnecke am Grasbruchweg suchen. Dort baut das Landwirtsehepaar Daniela und Henning Warnecke gegenwärtig eine Biogasanlage. Wenn der Bau in einigen Wochen abgeschlossen sei, werde auch der LKW-Verkehr wieder verschwinden, vermutete Schönfeld. Der Ortsrat beschloss einstimmig, die Verwaltung mit der Lösung des Problems zu beauftragen.
Der Ortsbürgermeister erläuterte in seinem Tätigkeitsbericht, dass die Einführung der offenen Ganztagsschule an der Maria-Sibylla-Merian Grundschule zu Schuljahrsbeginn bislang nahezu überall auf positive Resonanz gestoßen sei. Nur der Sportverein habe damit Schwierigkeiten, denn ihm fehlen nun einige Hallenzeiten. Heiner Neddermeyer sagte, man werde für eine allen gefallende Lösung wohl einen kleinen Anbau an die Sporthalle in Angriff nehmen müssen, wie es im so genannten IKPS-Gutachten zur Sportentwicklung in Fuhrberg vorgeschlagen worden war.
Für den Info-Kasten am neu gestalteten Dorfplatz sei immer noch kein geeigneter Platz gefunden. Dieses Problem wolle der Ortsrat im kommenden Jahr angehen.
An der diesjährigen Weihnachtsfeier für Senioren haben 47 ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger teilgenommen. Der ausdrückliche dank des Ortsbürgermeisters ging an die Organisatorin dieser traditionellen Veranstaltung, Sieglinde Sulfrian. Neddermeyer schlug vor, Frau Sulfrian solle diese Aufgabe im Namen des Ortsrats in den kommenden Jahren weiter verrichten. Der Ortsrat stimmte für diesen Vorschlag einstimmig.
Nun stand die Anhörung des Ortsrats zum Bebauungsplan 139 „Nahversorgungsmarkt Fuhrberg“ an. Diese erneute Anhörung des Ortsrats zu diesem Bauvorhaben hat seine Vorgeschichte: Der Planungs- und Hochbauausschuss in seiner Sitzung am 27.09.2011 und der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 10.10.2011 hatten beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 139 mit Örtlicher Bauvorschrift und Begründung gemäß Baugesetzbuch öffentlich auszulegen.
Bezüglich der seitens des Architekten beziehungsweise der unterdessen gegründeten „Frischmarkt Fuhrberg GmbH & Co. KG“ beantragten Punkte wurde in den Ausschüssen entschieden, den Entwurf um nahezu sämtliche Anregungen anzupassen. Lediglich an der Festsetzung einer Pflanzpflicht von Bäumen innerhalb der Stellplatzflächen zur Gliederung des Parkplatzbereiches solle festgehalten werden.
„Dieses Abändern des Planentwurfes hat zur Folge, dass ein Baukörper entstehen kann, der u.a. den in vergleichbaren Fällen geforderten gestalterischen Merkmalen (Steildach, Klinkerfassade usw.) nicht entspricht. Da dieses zu einem nicht so ansprechenden Ortsbild oder Ortseingang führen kann, hat der Ausschuss beschlossen, neben der bereits durchgeführten Anhörung des Ortsrates Fuhrberg, die abgeänderte Fassung dem Ortsrat vorzulegen und besonders unter Hinweis auf den Wegfall von Gestaltungsvorschriften eine erneute Anhörung des Ortsrates durchzuführen“, begründete die Verwaltung diese Wiederholung der Anhörung.
Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer führte dazu aus, dass die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan unterdessen beendet sei und es keine wesentlichen Einsprüche gegen das Bauprojekt zu melden gebe. Die Gestaltung des Gesamtprojekts sei nun bezahlbar und technisch in Ordnung. Die Gestaltungsvorschriften bezeichnete er als als zweckmäßig und „sie berücksichtigt ganz wesentliche Dinge wie zum Beispiel eine große Parkfläche mit Bäumen. „Wenn wir die Baugenehmigung haben, dann fangen wir an“, freute er sich. Auch das Problem mit den so genannten Ausgleichsflächen sei gelöst. Die Firma „Frischmarkt Fuhrberg GmbH & Co. KG“ werde als Bauherr auftreten. Wenn alles nach Plan ablaufe, finde am 15. März kommenden Jahres die Grundsteinlegung statt. Die Einweihung des Marktes könne noch nicht definitiv festgelegt werden. Angedachte Termine seien zwei Wochen vor und zwei Wochen nach den Sommerferien. Der Ortsrat stimmte auch diesen Änderungen des Bebauungsplans einstimmig zu.