Ortsfeuerwehr Wettmar blickt auf ein ruhiges Einsatzjahr 2009 zurück

Ortsbrandmeister Bruno Rockahr gratuliert den beförderten Kameraden Uwe Räther und Ingo Bähre (v.r.). (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Petra Kaufmann (li) wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Musikzug, und Lena Steinhauer für zehn Jahre mit Ehrennadel und Urkunde geehrt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Feuerwehrleute leisteten 9942 Stunden freiwilligen Dienst/ Rückgang bei Einsätzen

Wettmar (hhs). Die Freiwillige Feuerwehr Wettmar hatte am vergangenen Samstag zu ihrer Jahreshauptversammlung in die „Waldschänke“ eingeladen. Ortsbrandmeister Bruno Rockahr wollte gerne auf ein eher ruhiges Feuerwehrjahr zurückschauen, doch er musste etwas, „nur ein Viertelstündchen“ warten: Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt, fest eingeplanter Gast und gern gehörter Grußwortredner, war noch nicht gekommen. Hoppenstedt, bisher immer ein Ausbund an Pünktlichkeit, war nicht erreichbar, schien verschollen.
Das Rätsel löste sich, als man es auf dem Bürgermeisterhandy versuchte: Hoppenstedt wollte mit dem Fahrrad von Großburgwedel nach Wettmar kommen. Das scheiterte aber an den Witterungs- und Wegverhältnissen schon auf halber Strecke. Der sportliche Bürgermeister musste dann einigen Spott über sich ergehen lassen, als er den Saal betrat: „Frühzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze“, hieß es, oder „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ bis hin zur Aufforderung, die Räum- und Streupflichten der Stadt Burgwedel neu zu überdenken. Dr. Hoppenstedt konterte, es steigere immer wieder seine Demut, wenn er Wettmar endlich erreiche.
Dann musste er auch gleich ans Mikrophon, sein Grußwort sprechen: Er dankte zunächst dem Stadtbrandmeister für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Mit dem Feuerwehrdienst und den damit verbundenen Aufwandsentschädigungen könne man keinen finanziellen Reichtum erwerben, sagte der Bürgermeister. Die Stadt wisse, dass sie für eine vernünftige und solide Ausbildung und Ausrüstung der Kameraden sorgen müsse. Trotz seiner Enge spiegelt der Haushalt das auch wieder: Zwei neue Fahrzeuge werde es 2010 für die Feuerwehren geben, in Fuhrberg werde die ehemalige Arztpraxis für die Ortswehr umgebaut. 32.000 Euro stehen für die neuen Überhosen bereit. Darüber hinaus könne die Stadtfeuerwehr die Immobilie in der Bahnhofstraße 3 nach einem Umbau nutzen, was die Situation der Großburgwedeler Wehr entspanne. Dann gab es einen Scheck für die Jugendwehr und Applaus für Dr. Hendrik Hoppenstedt.
Ortsbrandmeister Bruno Rockahr berichtete von einem eher ruhigen Feuerwehrjahr 2009: Acht Brandeinsätze, zwei Brandsicherheitswachen, neun technische Hilfeleistungen und keine Fehlalarme. Die Ortswehr bestand am 31. Dezember 2009 aus 47 aktivem Kameraden, 30 Mitgliedern der Jugendwehr, 19 Musikerinnen und Musiker des Musikzuges sowie 380 Alterskameraden und Förderern der Wehr, insgesamt 476 Mitglieder.
Einige Funktionsträger der Ortswehr mussten nach Ablauf der Amtszeit neu gewählt werden beziehungsweise in ihrem Amt durch die stimmberechtigten Mitglieder für weitere drei Jahre bestätigt werden. Für Gruppenführer und Stellvertreter der dritten Löschgruppe stand die Neuwahl an. Uwe Räther ist nun Gruppenführer und Peter Krüger sein Stellvertreter. Wiedergewählt wurden Nick Ledderbohm als stellvertretender Jugendwart und Jens Kalmbach als Musikzugführer. Schließlich folgten die Ehrungen: Aus dem Musikzug wurden Petra Kaufmann für 25 Jahre und Lena Steinhauer für zehn Jahre Zugehörigkeit mit den Ehrennadeln in Silber und in Bronze geehrt. Joachim Schluckebier-Risse und Werner Wimmer erhielten die Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft als Förderer der Wehr, Dieter Dunse und Franz Schulz für 40 Jahre.
Aus dem Musikzug wurden Dagmar Benna und Gina Langner zu Feuerwehrmusikerinnen befördert. Aus den Löschgruppen wurden befördert: Vanessa Bierwirth zur Feuerwehrfrau, Klaus Fieber und Patrick Stolzenberg zu Feuerwehrmännern, Mike Papenburg zum Oberfeuerwehrmann, Uwe Räther zum Löschmeister und Ingo Bähre zum Oberlöschmeister.