Ortsfeuerwehr Oldhorst – klein aber unentbehrlich

Hauptlöschmeister Friedhelm Hogreve erhielt von Stadtbrandmeister Ingo Motl das Abzeichen für 50-jährige Mitgliedschaft verliehen. (Foto: Renate Tiffe)

2092 Dienststunden im Jahr 2015 – Neue Tragkraftspritze TS8

OLDHORST (ti). Oldhorst, Burgwedels kleinster Ortsteil zählt zur Zeit 118 Einwohnerinnen und Einwohner. Gemessen daran sind 45 Aktive in der Freiwilligen Feuerwehr ein verhältnismäßig hoher Anteil. Dazu kommen 19 fördernde Mitglieder, sodass sich zusammen mit den 12 Alterskameraden eine Mitgliederzahl von 56 ergibt. Im Jahr 2015 hat die Oldhorster Wehr insgesamt 2092 Dienststunden geleistet, so Ortsbrandmeister Walter Rockahr.
Zu den Einsätzen zählten fünf Entstehungsbrände und drei Hilfeleistungen bei umgestürzten Bäumen. Dazu kommen die Übungsstunden und Lehrgänge mit Leistungsnachweis. Als bei einer Einsatzübung in Großburgwedel die Tragkraftspritze ihren Dienst versagte, halfen zuerst die Großburgwedeler aus. Vier Wochen später war allerdings eine neue zur Stelle – ein Faktum, das die Versammlung mit Beifall bedachte. Als weitere wesentliche Neuerung konnte 2015 anstelle des Löschteiches vor dem Feuerwehrhaus im Juli ein neuer Löschbrunnen am Ortsrand in Betrieb genommen werden. Er ist 45 Meter tief und übertraf bei der Brunnenprüfung noch die geforderten 16.000 Liter.
Es gab Veränderungen in der Feuerwehrleitung. Neuer Stellvertreter von Rockahr ist Jürgen Deuse. Die Kassenführung hat Frank Rittmeyer an Manuela Eichstätt weitergegeben. Zwei Ehrungen konnte Stadtbrandmeister Ingo Motl vornehmen. Friedhelm Hogreve wurde für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet und Wilhelm Dühlmeyer gehört der Wehr seit 60 Jahren an.
Einen Blumenstrauß überreichte der Ortsbrandmeister der Feuerwehrfrau Anna Raddaz. Sie hatte das Kinderfest organisiert, an dem am Weltkindertag 70 Kinder in Oldhorst ihren Spaß hatten – die Nachwuchswerbung für die Blauröcke mit eingeschlossen. Die Liste war lang an Veranstaltungen der Feuerwehr für die Ortsgemeinschaft.
Fast schien es so, als ob Rockahr sich ein wenig genierte, weil er mit den Einsatzstunden mit anderen Wehren nicht mithalten konnte. Der Stadtbrandmeister belehrte ihn da eines besseren. Wenn die rund 2100 Stunden nicht von den Oldhorstern erbracht worden wären, hätten die Großburgwedeler entsprechend mehr zu stöhnen gehabt, meinte Motl. Bei den Übungen müssen heute ganz andere Anforderungen gestellt werden, zum Beispiel beim Atemschutz, betonte er. Für 2016 sagte er eine Verstärkung der Ausbildung voraus. Die Alarmierung werde „auf digital“ umgestellt, was auch die Oldhorster tangiere.
Die neue Verwaltungssoftware trage weiter zur Vernetzung bei und werde eine richtige Entlastung bringen, wenn sie funktioniere. Im Hinblick auf den Feuerwehrbedarfsplan der Stadt werde es in 14 Tagen eine Versammlung der Ortswehren geben.
Auch Bürgermeister Axel Düker zollte den Oldhorstern seine Anerkennung für die Zahl der Einsatzstunden. Auf die Einwohnerzahl bezogen, ergebe sich für den kleinsten Ortsteil ein Organisierungsgrad, an dem die anderen noch arbeiten müssen bemerkte er lächelnd.
Als Neuerung stand bei der Versammlung im Feuerhaus, das zugleich als Dorfgemeinschafts dient, ein großflächiger Beamer bereit. Jürgen Deuse rief die wichtigsten Ereignisse des Jahres noch einmal in Form von Fotos, teils auch mit Kommentaren, in Erinnerung - ein Beitrag, der in bester Stimmung zum gemütlichen Teil überleitete.