Olympiateam der Wasserspringer besuchte die ROSSMANN-Zentrale

Das Olympiateam der Wasserspringer besuchte die ROSSMANN-Firmenzentrale (v. l.): Stephan Feck, Tina Punzel, Sascha Klein, Nora Subschinski, Christina Wassen, Dirk Roßmann, Patrick Hausding, Maria Kurjo, Elena Wassen, Martin Wolfram und Jens Bartels. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Athleten informierten sich über Karrierechancen im Unternehmen

BURGWEDEL (bgp). Am vergangenen Donnerstag fand der offizielle Einkleidetermin für den deutschen Olympiakader in Hannover statt. Das Team der Wasserspringer nutzte die Gelegenheit zu einem Abstecher nach Großburgwedel, um sich in der Firmenzentrale des Unternehmens ROSSMANN über Karrieremöglichkeiten nach der sportlichen Laufbahn zu informieren.
Ein langer Tag lag schon hinter dem Olympiateam der Wasserspringer, als sie mit ihrem Betreuungsstab am Donnerstagnachmittag in Großburgwedel angereist kamen. Sie seien schon sehr früh auf den Beinen gewesen, um aus Rostock, Berlin oder Leipzig nach Hannover zum Einkleiden zu fahren, erklärte Bundestrainer Lutz Buschkow.
In Großburgwedel wurden sie freundlich in der ROSSMANN-Zentrale empfangen, um sich nach dem Fototermin mit Unternehmer Dirk Roßmann bei einem Imbiss zu stärken. Die betreuenden ROSSMANN-Mitarbeiter erhielten spannende Einblicke in den Alltag der Wasserspringer, die sich für den Aufenthalt bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro intensiv vorbereiten.
Die Sportart unterteilt sich in die olympischen Disziplinen Kunstspringen vom 3 m Brett und 10 m Turmspringen. Dort gibt es sowohl Einzel- als auch Synchronsprünge. Im Training und bei den Wettkämpfen kommen im Jahr für einen Athleten schnell zehn- bis fünfzehntausend Sprünge zusammen. Verletzungen und Verschleißerscheinungen bleiben dabei nicht aus. Daher wird das Team intensiv sportärztlich durch Dr. Sabine Krüger und Physiotherapeut Jens Bartels betreut.
Er ist mittlerweile ein „alter Hase“ in Sachen Olympia. Der Einsatz in Rio wird für ihn die sechste Olympiade sein, bei der er die deutschen Wasserspringer begleitet. Der erfahrene Physiotherapeut schwärmt von der besonderen Atmosphäre, welche im Olympischen Dorf herrscht.
Mit Blick auf die globale politische Stimmung sagt er: „Was auch immer sonst auf der Welt passiert, dort gibt es keine Streitereien. Es ist entspannt und ruhig“. Im gesamten Team sei die große Vorfreude auf die Spiele zu spüren, so Bartels.
Alle aus dem neunköpfigen Olympiateam haben bereits im Alter von vier bis acht Jahren mit dem Wasserspringen begonnen und sind mittlerweile zur Europa- und Weltspitze aufgestiegen. Um zu den Besten zu gehören, trainieren sie wöchentlich dreißig Stunden, dazu kommen bei manchen noch fünfundzwanzig Stunden Schule.
Die meisten von ihnen seien jedoch Sportsoldaten bei der Bundeswehr, sagte Lutz Buschkow. In der Gesprächsrunde wurde rasch deutlich, dass die sportlichen Erfolge ein Resultat langjähriger harter Arbeit und Disziplin sind. Gedanken um den Abschluss der Karriere im Leistungssport müssen sich die Athleten dennoch machen.
Das Team war sich einig darüber, dass man diese Disziplin je nach körperlicher Verfassung bis zu einem Alter von etwa dreißig Jahren leisten könne. Es gebe zwar Ausnahmen, aber die Belastung werde irgendwann zu hoch. Die Mitglieder des ROSSMANN-Talentpools eröffneten den jungen Olympioniken Perspektiven, im Unternehmen nach der sportlichen Karriere Fuß zu fassen.
Ein duales Studium im logistischen oder kaufmännischen Bereich sei ebenso möglich wie eine Karriere als IT-Experte oder eine Ausbildungsstelle im Handel, Quereinsteiger unterschiedlicher Studienrichtungen seien ebenfalls willkommen. Bei einem laufenden Arbeitsverhältnis im Unternehmen ROSSMANN seien auch individuelle Lösungen möglich, etwa bei Aufnahme eines Masterstudienganges oder Elternzeit. Man sei immer darum bemüht, die Interessen der Mitarbeiter und des Unternehmens unter „einen Hut“ zu bringen, machten die jungen Nachwuchskräfte aus dem Talentpool deutlich.
Vorher heißt es jedoch für das Wasserspringer-Team, sich mit guten Wünschen begleitet vom heimischen Umfeld für mehrere Wochen zu verabschieden: „Auf nach Rio de Janeiro!“.