Oldhorst rüstet sich für 700-Jahrfeier im Juni 2017

Wahrzeichen von Burgwedels kleinstem Ortsteil ist der Glockenturm vor dem Feuerwehrhaus. (Foto: Renate Tiffe)

Wettkämpfe, Spiele und ein Bauernmarkt

OLDHORST (ti). Ein großes Ereignis wirft in Oldhorst seine Schatten voraus. Am 10. Juni nächsten Jahres feiert Burgwedels kleinster Ortsteil sein 700-jähriges Bestehen.
Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Es gibt schon ein zeitlich ausgerichtetes Rahmenprogramm, in dem viele der Ideen umgesetzt werden, die im Lauf der letzten Monate zusammengetragen wurden. Ortsbürgermeister Thorsten Rieckenberg stellte die Pläne für die Festveranstaltung in der vergangenen Ortsratssitzung vor.
Der Sonntagmorgen am 10. Juni soll mit einem ökumenischen Gottesdienst im Feuerwehrhaus beginnen. Im Anschluss daran findet der Empfang mit den offiziellen Ansprachen statt. Es folgt der Umzug zum nächsten Ort der Festveranstaltung auf dem Hof von Jan-Friedhelm Hogreve am Westrand des Dorfes.
Etwa zur gleichen Zeit beginnt der Burgwedeler Stadtfeuerwehrtag, der 2017 in Oldhorst ausgetragen wird. Parallel wird es für die Kinder einen Wettkampf im Life-Kicker geben. Später gegen Abend werden sich auch die Erwachsenen bei dem Spiel betätigen.
Für den Nachmittag ist ein Konzert bei Trumpa vorgesehen und der Reitverein „Go easy“ wird zu Vorführungen einladen. Umsehen können die Besucher sich dann auch auf einem Bauernmarkt auf dem Hof von Sebastian Sukowski (früher Engelke). Über den ganzen Tag wird dafür gesorgt sein, dass Essen und Trinken nicht zu kurz kommen.- Mit den Siegerehrungen und Musik soll der Tag dann in der Festscheune ausklingen.
Es wird viel los sein in dem gut 100 Seelen zählenden Dorf, das sich selbstbewußt unter den Burgwedel-Ortsteilen behauptet und seine Eigenarten pflegt. Wahrzeichen ist der im Jahr 2000 entstandene markante Glockenturm vor dem Feuerwehrhaus. Regelmäßig um 18.00 Uhr erinnert die Glocke an den Feierabend.
Die Kinder wissen dann, dass es Zeit ist, nach Hause zu gehen. Auch zu allen größeren Ereignissen, wenn Kirche im Dorf ist, bei Geburten und Sterbefällen wird die Glocke geläutet.
Ähnlich wie in Kleinburgwedel, das im Jahr 2010 sein 700-jähriges Bestehen beging, hat sich die Jahreszahl dadurch ergeben, dass 1317 ein Oldhorster die Bürgerrechte in Hannover erwarb. Das ist die erste belegbare Aufzeichnung über den Ort. Vermutlich ist die Ansiedlung jedoch viel älter. In einer Schrift von Heinz Koberg ist nachzulesen, dass zur Zeit des Landkreises Hannover am Nordrand des Oldhorster Moores ein Klärteich ausgehoben wurde. „In mäßiger Tiefe“ seien Feuersteine gefunden worden, was darauf hinweisen könnte, dass dort schon in der Steinzeit Jäger ansässig waren.
Alte Bilder gesucht: Im Rahmen der 700-Jahrfeier soll auch eine Chronik über das Dorf Oldhorst erscheinen. Erarbeitet wird sie von einem Komitee, dem neben Ortsbürgermeister Thorsten Rieckenberg Sebastian Sukowski und Frauke Rühling angehören.
Im Vordergrund der Veröffentlichung sollen Bilder aus der jüngeren und früheren Vergangenheit von Oldhorst stehen. Es können Fotos vom Ort oder auch von Veranstaltungen sein. Wer über solche Fotos verfügt kann sich an Thorsten Rieckenberg wenden. Die Rückgabe wird garantiert.