Oldhorst ist wichtiger Part in der Region

Glückwünsche an Tim Rittmeier (v. l.) für das Niedersächsische Ehrenzeichen von Dirk Hemmann und Volker Kluth. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Sie erhielten beide die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann durch Ortbrandmeister Walter Rockahr (r.): Die Brüder Markus (l.) und Matthias Will. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Freiwillige Feuerwehr Oldhorst leistete insgesamt 2029 Dienststunden

OLDHORST (bgp). Stolz verkündete Ortsbrandmeister Walter Rockahr auf der Jahreshauptversammlung, dass mittlerweile 25 Mitglieder aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr Oldhorst tätig sind. Die vermeintlich kleine Zahl ist Beleg für ein großes Engagement, denn im kleinsten Stadtteil Burgwedels ist fast jeder fünfte der rund 120 Einwohner bereit, in der Wehr aktiven Dienst zu leisten.
Das Team der Aktiven wurde im Jahr 2016 um Patrick Lübbe verstärkt, nun kümmern sich fünf Frauen und 20 Männer um Brandschutz und Sicherheit in Oldhorst. Die Einsatzstunden haben sich von vierzig Stunden in 2015 auf sechzig Stunden in 2016 erhöht. Vor allem die Einsätze wegen Starkregens hatten die Feuerwehren im gesamten Stadtgebiet in Atem gehalten. Insgesamt neunzig Einsätze hatten die Wehren Burgwedels zu leisten, berichtete Stadtbrandmeister Dirk Hemmann.
Neben den Einsätzen leisteten die Aktiven viele Dienststunden im Hintergrund. Die Teilnahme an Lehrgängen sind an der Tagesordnung, die Feuerwehr Oldhorst hat mittlerweile sieben ausgebildete Atemschutzgeräteträger im Team.
Eine Schulung zum Thema „Vegetationsbrandbekämpfung“ brachte die Teilnehmer für die Bekämpfung von Wald- oder Schwelbränden auf den aktuellen Stand. Bei längeren Einsätzen oder Veranstaltungen sorgt die Oldhorster Wehr mit ihrem Feldkochherd für die Verpflegung: „Ihr seid ein ganz wichtiger Part in der Region“, lobte Volker Kluth, stellvertretender Leiter des Brandabschnitts V in der Region Hannover.
Zuwachs hat die Feuerwehr auch mit vier neuen Fördermitgliedern bekommen, außerdem gab es Personalveränderungen. Markus Will wurde als Nachfolger von Holger Raddatz gewählt, der aus familiären Gründen das Amt des Gerätewartes zur Verfügung gestellt hatte.
Tim Rittmeier wurde als stellvertretender Gerätewart gewählt und erhielt für seine besonderen Verdienste das Niedersächsische Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft. Der stellvertretende Ortsbrandmeister, Jürgen Deuse, wurde zum Löschmeister befördert, Markus Will und Matthias Will wurden beide zum Hauptfeuerwehrmann befördert.
Erstmalig auf der Jahreshauptversammlung in Oldhorst war Matthias Tote vertreten. Der 29-jährige ist Ratsneuling und Vorsitzender des Feuerschutzausschusses im Stadtrat. Tote ermunterte die Kameradinnen und Kameraden: „Kommen Sie zu mir, wenn Sie Wünsche oder Probleme haben.“ Walter Rockahr äußerte sich zufrieden über die bisherige Zusammenarbeit mit der Stadt: „Ihr erfüllt unsere Wünsche“, hob er lobend hervor.
Ein neues Tor mit Chipfunktion für das Feuerwehrgerätehaus ermöglicht nun ein weitaus schnelleres Ausrücken mit den Einsatzfahrzeugen. Die alten Helme wurden mittlerweile durch leichtere Kunststoffhelme mit variablen Anbauteilen ersetzt, im Rahmen der Erstellung eines stadtweiten Feuerwehrbedarfsplans werden weitere notwendige Investitionen in Feuerwehrgerätehäuser und technische Ausstattung ermittelt. Die Umstellung der herkömmlichen Funkgeräte auf Digitalfunk soll so schnell wie möglich stattfinden, wenn die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen sind.
Für 2017 steht ein großes Ereignis für Oldhorst auf dem Plan. Die 700-Jahr-Feier soll am 10. Juni 2017 mit dem Stadtfeuerwehrtag und einem großen Progamm gebührend begangen werden. „Wir brauchen jede helfende Hand“, warb Ortsbürgermeister und Feuerwehrmitglied Thorsten Rieckenberg.
Eine erste Aktion findet bereits am Sonntag, 5. Februar 2017, um 11.00 Uhr vor dem Feuerwehrgerätehaus statt. Alle Einwohner von Oldhorst sind dazu aufgerufen, zum gemeinschaftlichen Fototermin anlässlich des Ortsjubiläums zu erscheinen. „Wir möchten möglichst viele Einwohner des kleinsten Stadtteils von Burgwedel auf dem Foto haben“, wünscht sich Thorsten Rieckenberg.