Nur noch sechs Förderschulen beim Fairness-Pokal Großburgwedel

So schön (und einfach!) kann Fussball sein: Das 8:0 der in gelb spielenden Gastgeber der Albert-Schweitzer-Schule. Ein Spieler am „langen Pfosten, dann der Pass und der verdiente Treffer.

Gastgeber hatten sportlich die Nase vorn . . .

GROSSBURGWEDEL (hhs). „Im kommenden Jahr werden wir den Fairness-Pokal noch einmal durchführen“, sagte die Schulleiterin der Albert-Schweitzer Förderschule mit gewisser Wehmaut in der Stimme. Sie saß auf einer Bank in der Sporthalle und führte die Liste mit den Ergebnissen dieses Traditionsturniers und trug die Rüpelpunkte dort ein. „Wer zu ruppig spielt und zu viele Rüpelpunkte anhäuft, kann das Turnier nicht gewinnen“, erklärte sie es. Das Turnier dieses Jahres sei das vorletzte, sagte Frau Blanke. Die Schulform „Förderschule mit Schwerpunkt Lernen“ werde „abgewickelt“. Die Inklusion ist die Ursache. Die Förderschule in Großburgwedel hat deswegen nur noch 27 Schülerinnen und Schüler.
Es war das 19. Turnier um den Fairness-Pokal, was auch beweist, dass das pädagogische Konzept hinter diesem Turnier erfolgreich ist. Sechs Förderschulen waren es nur noch, Barsinghausen, Schwarmstedt, Walsrode, die Berthold-Otto-Schule aus Mellendorf, und die „Zwei Förderschulen unter einem Dach“, als Gastgeber die Albert-Schweitzer-Schule und zum ersten Mal auch die Pestalozzi-Förderschule, die mit einigen Klassen seit vergangenem Schuljahr ins Schulzentrum gezogen ist. Vor einigen Jahren noch spielten bis zu zwölf Teams bei diesem Pokalturnier.
Die Regeln für den Fairness-Pokal sind klar und deutlich. Mindestens ein Mädchen muss in jeder Mannschaft spielen. Alle Mannschaften spielen einmal gegeneinander, dann wird abgerechnet. Sportlich hatten die Gastgeber von der Albert Schweitzer-Schule von Beginn an die Nase vorn. Sie schossen mehr als 40 Tore, allein acht waren es gegen das Team der Förderschule Barsinghausen. Den Fairness-Pokal müssen sich zwei Teams mit gleicher Punktzahl teilen: Die Berthold-Otto Schule in Mellendorf und die Förderschule Schwamstedt. Mangels eines zweiten Pokals einigten sich die beiden Teams darauf, dass der Pokal das erste halbe Jahr eine Vitrine in derFörderschule Schwarmstedt ziert und dann in die Berthold-Otto-Schule in Mellendorf gebracht wird.