Nicole Friederichsen ist jetzt 2. Koordinatorin im Hospizdienst

Verstärkung für den ambulanten Hospizdienst: Seit dem 1. Januar unterstützt Nicole Friederichsen, rechts, Ute Rodehorst als 2. Koordinatorin. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Informationsveranstaltung zum Thema „Assistierter Suizid“

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (hhs). Seit Jahresbeginn hat der Hospizdienst Burgwedel Isernhagen Wedemark personelle Verstärkung bekommen: Seit dem 1. Januar arbeitet Nicole Friederichsen als 2. Koordinatorin hauptamtlich für und mit den ehrenamtlichen Sterbebegleitern. Für den kommenden Mittwoch, 8. Februar, bietet der Hospizdienst eine Informationsveranstaltung zum Thema „Assistierter Suizid“ in Form einer Podiumsdiskussion an. Dieses Thema war von den Medien im vergangenen Jahr sehr kontrovers im Rahmen einer Diskussion über den Umgang mit dem Sterben als gesellschaftliche Aufgabe behandelt worden.
Nicole Friederichsen ist ausgebildete Krankenschwester, Sozialwirtin und ausgebildete Ausbilderin für Erste Hilfe. Seit dem Sommer 2011 ist sie ehrenamtlich im Organisationsteam des Hospizdienstes tätig. Jetzt ist es durch strukturelle Veränderungen möglich geworden, sie hauptamtlich als 2. Koordinatorin fest anzustellen. Frau Friederichsen hat Erfahrungen in der stationären und ambulanten Versorgung von Patienten und verfügt wegen einer beruflichen Umorientierung nach ihrer Elternzeit auch über Erfahrungen in der Qualitätsentwicklung. Als ehrenamtlicher Vorstand ist sie im Umgang mit anderen Ehrenamtlichen versiert, sie ist in der Organisation von Veranstaltungen und der Öffentlichkeitsarbeit geschult. Im ambulanten Hospizdienst wird es die Aufgabe von Nicole Friederichsen sein, die 1. Koordinatorin Ute Rodehorst im Tagesgeschäft zu unterstützen. Darüber hinaus wird Frau Friederichsen eine Chronik über den Hospizdienst erstellen und die Öffentlichkeitsarbeit weiter entwickeln.
Die Podiumsdiskussion zu „Assistierter Suizid“ wird am kommenden Mittwoch, 8. Februar ab 18.00 Uhr im Rathaus Altwarmbüchen, Bothfelder Straße 29, stattfinden. „Assistierter Suizid“ gilt in Deutschland als eine Form der Sterbehilfe und heißt inhaltlich Hilfe beim Beschaffen des todbringenden Mittels, Begleiten und Zulassen der Suizidhandlung und Unterlassen von Rettungsmaßnahmen. In Deutschland ist das grundsätzlich nicht strafbar, so Ute Rodehorst. Der Hospizdienst beziehe dazu klar Stellung. „Wir halten die Hand unserer Patienten, aber wir geben nichts in die Hand, um das Leben zu beenden“. Das Thema sei komplex und werfe viele Fragen auf, so Ute Rodehorst im Gespräch mit dieser Zeitung. „Mediziner, Seelsorger und Juristen haben unterschiedliche Bewertungsansätze, wenn sie konkrete Fälle beurteilen“. Deswegen habe der Hospizdienst für hochkarätige Diskussionsteilnehmer gesorgt: Die Moderation übernimmt Pastor Ralf Denkers, mit am Tisch sind Dr. Monika Heckmann, Leiterin der Palliativstation im Krankenhaus Siloah, Dr. Renate Vogelgesang, Hausärztin und Palliativmedizinerin, Gerd Lewin, Rechtsanwalt, Andreas Vietgen, Seelsorger an der MHH und Hannelore Keilholz, Mitarbeiterin des ambulanten Hospizdienstes.