Neujahrsbegegnung der SPD

Die SPD-Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch (l.) stellte sich in Burgwedel vor (r. Andreas Strauch). (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Der ehemalige SPD-Regionspräsident Dr. Michael Arndt warb für die Große Koalition. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Krankenhausneubau, Schulen und der Blick auf die Bundesregierung bestimmen das Jahr

GROSSBURGWEDEL (bgp). Die Neujahrsbegegnung der SPD Burgwedel im Wohn-Park war unter anderem geprägt von der Frage, ob die Bundespartei mit der CDU/CSU eine große Koalition bilden solle oder lieber in die Opposition gehen möge. Doch zunächst hatte der Burgwedeler SPD-Vorsitzende Andreas Strauch in der Runde am Sonntag bei Kaffee, Tee und Kuchen einen lokalen Erfolg zu vermelden. Aus den Verkäufen am SPD-Stand auf dem IGK-Weihnachtsmarkt wurde ein Erlös von 1.300 Euro für das Hospiz Sternenbrücke in Hamburg erzielt. Eine Sammlung während der Neujahrsbegegnung brachte noch einmal 300 Euro.
Ein neues Gesicht in den Reihen der SPD präsentierte sich mit der Landtagsabgeordneten Thordies Hanisch. Sie betreut nach dem Verlust des Sitzes von Marco Brunotte den Wahlkreis für die SPD. Die diplomierte Stadtplanerin und nach eigenen Worten „spätberufene Quereinsteigerin“ ist im neu besetzten Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr sowie im Ausschuss für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft eingesetzt. Für ihren Wahlkreis möchte sie sich vor allem bei der Kita-Finanzierung und dem Krankenhausneubau engagieren.
Karin Beckmann, ehemalige Landesbeauftragte für Regionalentwicklung, übernahm den Part des Berichtes aus der Bundespolitik und vom SPD-Parteitag, da die Bundestagsabgeordnete Caren Marks am Tag des Neujahrsempfangs verhindert war. Obwohl die SPD bei einer Großen Koalition „der kleinere Partner“ sei, habe sich in den Sondierungsgesprächen gezeigt, dass in einigen Punkten die „SPD-Handschrift“ sichtbar sei. Neben dem wichtigen Thema Europa kämpfe die SPD dafür, die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen einzudämmen und die „Zwei Klassen Medizin“ abzuschaffen. Nachbesserungen seien vor allem im Bereich „Familiennachzug von Flüchtlingen“ notwendig. In einer Großen Koalition könne man wenigstens einige Dinge voranbringen: „Das ist sicher nicht alles, aber doch eine ganze Menge“, so Beckmann. Die Meinungen waren in der anschließenden Diskussion geteilt, zielten jedoch überwiegend darauf ab, dass die SPD sich an der Regierung beteiligen solle.
Aus der Region Hannover hatte Andreas Strauch zwei positive Meldungen im Gepäck. Die Jugendnetzkarte GVH SparCard für Jugendliche in Schulausbildung oder Freiwilligendienst hat sich schon drei Wochen nach der Einführung zum Verkaufsschlager entwickelt. Zweiundzwanzigtausend Netzkarten für jeweils 15 Euro wurden bereits verkauft. Damit können die Karteninhaber im öffentlichen Personennahverkehr durch die ganze Region fahren. Nun werde angeregt, die Berechtigung auf Auszubildende und arbeitslose junge Menschen auszuweiten. Einen Sachstandsbericht gab es in puncto Krankenhausneubau in Großburgwedel. Das Verfahren schreite voran, nun ginge es in die „nächste wichtige Runde“, in der in diesem Jahr eine Entscheidung über die Beteiligung des Landes fallen werde, so Strauch.
Bürgermeister Axel Düker verwies auf einen erstmals in der Planungsphase ausgeglichenen Haushalt und hob die konstruktive Mitarbeit aller Fraktionen als notwendig hervor. Vor allem im Bereich Schulen und Sporthallen, sozialer Wohnungsbau und Kinderbetreuung seien in den nächsten Jahren große Investitionen fällig. Düker erläuterte außerdem die erfolgreiche Bewerbung der Stadt für das Förderprogramm „Demenzsensible Kommune“. Demnach wird Burgwedel Modellstandort für den Aufbau einer demenzsensiblen Infrastruktur, in der Institutionen und Dienstleister sowie pflegende Angehörige optimal vernetzt werden sollen.