Neue Schautafel auf dem Wettmarer Dorfplatz

Ein Stück Heimatkunde auf dem Dorfplatz. Der Vorsitzende des Heimatvereins Gerhard Brenneke (rechts) übergab die Schautafel an Ortsbürgermeister Rainer Fredermann. (Foto: Renate Tiffe)

Ein Geschenk des Heimatvereins und seines Vorsitzenden

WETTMAR (ti). Es ist eine Bereicherung für den Wettmarer Dorfplatz und für das ganze Dorf: Seit dem Wochenende steht nahe der Bruchstraße und dem Spielplatz eine Schautafel. Eingefasst in ein kleines, überdachtes Bauwerk gibt sie Auskunft über alles, was interessierte Ortsansässige und Besucher über Burgwedels zweitgrößten Ortsteil wissen sollten. Eine einfache Straßenkarte auf der Rückseite soll zur Orientierung im Dorf von der Ortsmitte aus beitragen.
Wussten Sie woher der Name Wettmar stammt, dass Burgwedels vermutlich älteste Ortsansiedlung von drei Höhenrücken aus der Eiszeit umgeben ist und mit dem Osterberg (68,6 Meter) die höchste Erhebung der Stadt verzeichnet? Aber auch über die Ortsentwicklung, die Besiedlung und die verheerenden Brandkatastrophen im 19. Jahrhundert, das früher ansässige Gewerbe und nicht zuletzt über den Dorfplatz selbst ist in gut gegliederter und übersichtlicher Form das Wichtigste zu erfahren. Der Spielplatz dort befindet sich exakt an der gleichen Stelle, wo bis 1972 die alte Schule stand. Die Betonquader markieren deren Standort.
Gerhard Brenneke, der Vorsitzende des Heimatvereins für das Kirchspiel Engensen - Thönse - Wettmar, und Stifter der Schautafel, stellt durchaus einen Zusammenhang zwischen der früheren Unterrichtsanstalt des Dorfes und dem Informationsgehalt der Schautafel her. Ein Stück Heimatkunde bleibt damit erhalten. Viel persönliches Engagement - bis hin zu den handwerklichen Arbeiten - ist von den Mitgliedern des Heimatvereins dazu gekommen, um das kleine, solide gearbeitete Bauwerk aus Eichenholz mit dem Ziegeldach entstehen zu lassen.
Die Übergabe an die Öffentlichkeit wurde dann auch gebührend feierlich begangen. Ortsbürgermeister Rainer Fredermann und der gesamte Ortsrat waren anwesend und viele Mitglieder des Heimatvereins. Zusammen mit dem Ortsbürgermeister legte Brenneke letzte Hand an, um die Tafel zu befestigen und sie dann mit einer Flasche Sekt „zu taufen“. Er freue sich über das Geschenk des Heimatvereins an den Ort, sagte Fredermann. Die Idee zu der Schautafel sei ihm aus dem Gefühl der Dankbarkeit heraus für die Verleihung der Goldenen Ehrennadel im Oktober vorigen Jahres gekommen, bemerkte Brenneke. Er hat sich schon viele andere Verdienste um den Ortsteil erworben, u.a. beim Wiederaufbau der Bockwindmühle auf der Horst.
Es wurden noch manche interessierte Fragen an die Mitglieder des Heimatvereins gestellt, bevor sich der Vorsitzende zu der einen oder anderen Anekdote aus seinen Schulerinnerungen hinreißen ließ. Brenneke hatte die alte Schule auf dem Dorfplatz in der zweiten und der vierten Klasse besucht.