Neue Grabanlage geweiht

Die beiden Pastoren Bodil Reller und Jens Blume weihten die neue Grabanlage ein. (Foto: Schröder)
GROSSBURGWEDEL (r/bs). Auf dem Friedhof in Großburgwedel ist eine neue Grabanlage entstanden. Links vom Haupteingang liegt die Grünfläche, vom Weg durch eine steinerne Rasenkante getrennt, die zu einer bogenförmigen Mauer aus grob behauenen Natursteinen führt.
Hier hatten die Pastoren der St. Petri-Gemeinde Bodil Reller und Jens Blume Windlichter aufgestellt. Mit einem „Vater unser“ und der Bitte an den Herrn, diese neue Anlage zu schützen, wurde der feierliche Akt der Weihe vollzogen.
Mit dieser neuen Grabanlage wolle die St. Petri-Gemeinde Großburgwedel auf die geänderten Bestattungswünsche der Gemeindeglieder reagieren, erklärten die beiden Geistlichen. Hier entstehe neuer Raum für etwa 800 Urnengräber. Immer mehr Hinterbliebene hätten nach vielen Jahren der Grabpflege neue Bedürfnisse in Bezug auf Bestattungsformen entwickelt. Anonyme Rasengräber für Erdbestattung lägen gegenwärtig voll im Trend. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger fragen auch die Umwandlung von Familiengrabstellen in Rasengräber nach. Ursache dafür seien die hohen Kosten für die Grabpflege oder eben die Tatsache, dass Angehörige häufig nicht mehr in Burgwedel wohnen würden, so die Erfahrung der beiden Pastoren.
800 Urnengräber, so die Prognose der St. Petri-Gemeinde, das reiche sicherlich für den Bedarf der kommenden 15 Jahre. Anschließend könne auch der nach Süden liegende Bereich in die neue Nutzungsart übernommen werden. Zu einer Besonderheit werde der Natursteinbogen in den kommenden Jahren wachsen: Hier werden kleinere Natursteine mit glatter Oberfläche aufgemauert, die jeweils zwei Namen von Verstorbenen tragen. „Auf diese Weise sollen die Hinterbliebenen einen Ort zur Trauer haben“, so Pastor Jens Blume. Ist diese Mauer zu einer gewissen Höhe angewachsen, könne man sie auch zur Ablage von Gestecken oder dem Aufstellen von Kerzen nutzen.