Neue Ampelanlagen erhitzen die Gemüter in Fuhrberg

Die Bauarbeiten an der Lichtsignalanlage an Einmündung der L 381 auf die L 310 in Fuhrberg sorgen morgens und nachmittags für lange Staus in der Ortschaft. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Sehr angetan waren die Mitglieder des Ortsrats Fuhrberg von den neuen Schaukästen am Feuerwehrhaus. Jetzt wird ein Nutzungskonzept erarbeitet. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Bauarbeiten sorgen für lange Staus in der Ortschaft

FUHRBERG (hhs). Am Donnnerstag tagte der Ortsrat Fuhrberg in öffentlicher Sitzung. Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer zog eine insgesamt positive Bilanz der letzten Aktivitäten des Ortsrates.
Dieser sei Schirmherr der Feier zum 1. Mai auf dem Markt. Die Veranstaltung sei gut besucht worden, die Gäste hätten gut gegessen, getrunken und diskutiert, so Neddermeyer. Auch das Osterfeuer sei ein Erfolg gewesen. Der Part des Ortsrats zum Schützenfest, insbesondere das Schießen um die Bürgerscheibe, sei sehr gut angenommen worden. Neddermeyer gab bekannt, dass die neuen Schaukästen seit Kurzem am Feuerwehrhaus angebracht sind. Für diese müsse der Ortsrat ein Konzept erarbeiten.
Gegenwärtig beschäftigten die beiden neuen Ampelanlagen die Gemüter in Fuhrberg. Die Ampel am Frischmarkt könne nur mit einer Sondergenehmigung gebaut werden, erläuterte der Ortsbürgermeister den langen Zeitverzug seit der Markteröffnung im November. Diese liege jetzt vor und es könne nun endlich begonnen werden mit dem Bau.
Die Situation der Zufahrt zum Gewerbegebiet, insbesondere zur Fuhrberger Zimmerei, sei in den vergangenen Monaten unhaltbar gewesen. Gegenwärtig ist geplant, mit dem Bau der Ampelanlage am 22./23. Mai zu beginnen. Die Bauarbeiten der Ampel am Frischmarkt, so leitete Neddermeyer zum Thema Ampelbau an der sogenannten Giesche-Kreuzung über, werden nach seiner Einschätzung den Durchgangsverkehr nur wenig beeinträchtigen.
Ganz anders sieht das bei der Lichtzeichenanlage aus, die seit etwa zwei Wochen an der Einmündung der L 381 auf die L 310 gebaut wird. Dort werden nicht nur Fundamente für die Ampelmasten gesetzt, hier müssen auch im Einmündungsbereich links und rechts der Burgwedeler Straße in die L 310 neue Fahrbahnbegrenzungen, Kantsteine und Pflasterarbeiten durchgeführt werden.
Acht Wochen soll nun der Verkehr in diesem Bereich mit einer Baustellenampel geregelt werden. Zweimal täglich entwickeln sich infolge dieser Bauarbeiten lange Staus, die in alle Richtungen bis weit über den Ortsbereich hinaus reichen.
Während der beiden Stauphasen im Berufsverkehr morgens und nachmittags ist ein Einbiegen in die Landesstraße kaum noch möglich. Wenn der Verkehr ins Stocken gerät, dann wird die Lärm- und Abgasbelastung für die Anlieger der Durchgangsstraßen nahezu unerträglich. Fenster könne man dann nicht mehr öffnen, heißt es, der Gestank sei kaum auszuhalten. Darüber hinaus werden die „Abkürzungsstrecken“ über Gebühr belastet, und zwar in hoher Geschwindigkeit, obwohl es sich mehrheitlich um Tempo-30-Zonen handelt.
Besonders schlimm sei es am vergangenen Sonntag gewesen, als der Umleitungsverkehr nach dem Motorradunfall auf der A7 beidseitig durch Fuhrberg floss. Zum Teil hätten die Fahrzeuge länger als eine Stunde gebraucht, um Fuhrberg zu durchfahren.
Carsten Möhlenbrink, Ortsratsherr der SPD und Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr gab zu bedenken, dass in derartigen Stausituationen in Fuhrberg auch die Feuerwehr keinerlei Chance habe, das Feuerwehrhaus so schnell wie gewohnt mit den Fahrzeugen zu verlassen.
Er selbst erinnere einen Einsatz unter diesen Bedingungen. Über Schleichwege sei die Ortsfeuerwehr erst mit erheblichen Verzögerungen um Einsatzort gekommen. Der Ortsrat beschloss, das Ordnungsamt der Stadt Burgwedel zu bitten, mit dem Polizeikommissariat Burgwedel Kontakt aufzunehmen und Möglichkeiten zu diskutieren, wie die Beamten zur Stauminimierung in Fuhrberg eingesetzt werden können.