Naturschützer bauten Krötenzaun entlang der Würmseestraße

Der NABU hat am Mittwoch seinen zweiten, 300 m langen Zaun an der Landstraße zum Würmsee errichtet. (Foto: Horst Hagenberg/NABU)

Schutzwall für Erdkröten, Molche und Frösche

BURGWEDEL (r/bs). Eine saubere Punktlandung ist dem NABU Burgwedel und Isernhagen gelungen. Er hat das Ende der Nachtfrost-Periode abgewartet und dann am Dienstag seinen Krötenzaun an der Straße Engensen - Ramlingen aufgebaut.
Die milden Nachttemperaturen machten die im Wald lebenden Erdkröten munter und beweglich. Sie strebten ihrem Laichgewässer auf der anderen Straßenseite zu. Ein 500 m langer Krötenzaun bewahrte sie davor, auf der Straße von Autos platt gefahren zu werden. Sie fielen in einen der dort vergrabenen Fangeimer.
142 Erdkröten holten die NABU-Mitarbeiter am Mittwoch aus den Eimern und brachten sie sicher über die Straße. Am heutigen Donnerstag wurde nach Auskunft des NABU ein sensationelles Fangergebnis erzielt: 374 Erdkröten, 11 seltene Knoblauchkröten, 38 Grasfrösche, 11 Kammmolche und 5 Teichmolche.
Diese Arbeit steht den NABU-Helfern bis zum Ende der Laichwanderung jeden Morgen bevor. Wie lange es dieses Jahr dauert, bleibt abzuwarten. Normalerweise beginnt die Laichwanderung Anfang März und ist Anfang April schon beendet.
Der NABU hat am Mittwoch seinen zweiten, 300 m langen Zaun an der Landstraße vor dem Würmsee errichtet. Auch hier wanderten in den Vorjahren zahlreiche Kröten über die Straße zu ihrem Laichgewässer, einem kleinen Teich. Dabei kamen viele unter die Räder. Eine weitere Gefahrenstelle für Kröten ist die Zufahrt zum Würmsee. Sie bummeln auf der Straße entlang und und lassen sich auf dem warmen Asphalt viel Zeit. Dabei lassen sie sich gut beobachten.