Nadezda Pisareva spielt Beethoven, Bartók und Debussy

Die Pianistin Nadezda Pisareva gastiert mit ihrem Programm "Aurora" und Werken von Beethoven, Bartók, Debussy und Schumann am 5. Juni im Isernhagen. (Foto: Natascha Zivadinovic)

Klavierkonzert „Aurora“ im Isernhagenhof

ISERNHAGEN (r/bs). Herzerfrischend und von einer ansteckenden Leichtigkeit, so lässt sich das Spiel der Pianistin Nadezda Pisareva beschreiben. Am Sonntag, 5. Juni, um 17.00 Uhr gastiert die junge Russin im Isernhagenhof, Hauptstr. 68 in Isernhagen und lässt mit ihrem Programm "Aurora" Natur und Verzauberung zu einem persönlichen Erlebnis werden.
Weniger bekannt ist, dass Beethovens bekannte "Waldstein-Sonate" in einigen Länder auch "Aurora" genannt wird, was den direkten Vergleich zwischen zarter Morgenröte und dem farbenprächtigen Polarlicht zulässt. Genau diesen unterschiedlichen Facetten verleiht Pisareva am Sonntag mit Werken von Beethoven, Bartók, Debussy und Schumann ihre ganz eigene musikalische Farbe.
"Aurora", Morgenröte oder Polarlicht: so nennt man in Frankreich und Russland die berühmte Sonate op. 53 von Ludwig van Beethoven. Das ist auch das Stichwort für dieses Programm: alle Werke sind mit den Gestalten der Natur und mit dem Gefühl der Zauberei verbunden, stilistisch stehen sie allerdings sehr weit von einander entfernt.
Die Suite „Im Freien" von Bela Bartók folgt auf die Sonate Beethovens - dadurch kann man vergleichen, wie freundlich die Natur im Klassizismus und wie wild sie in der Moderne wahrgenommen wurde. Rätselhafte impressionistische Gestalten der Präludien von Claude Debussy ergänzen den zauberhaften Reigen der Masken in der romantischen Großen Klaviersonate op. 11 von Robert Schumann. Sie ist „Clara von Florestan und Eusebius verehrend zugeeignet" , wie im Epigraph zur Sonate steht.
Die Pianistin Nadezda Pisareva gewann die Silbermedaille und den Kammermusikpreis des "Scottish International Piano Competition" 2010 in Glasgow, den Publikums- und 3. Preis beim Val Tidone International Piano Competition 2015 in Italien und ist Preisträgerin des "Bärenreiter-Urtext Preis" verliehen im Rahmen des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD 2014 in München.
2015 debütierte sie in der Moskauer Philharmonie und trat beim Verbier Festival auf. Der Höhepunkt in 2015 war ihr Auftritt im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, wo sie das 1. Klavierkonzert von Tschaikowski mit dem Internationalen Philharmonischen Orchester spielen durfte.
Das Konzert im Isernhagenhof, Hauptstraße 68, beginnt um 17.00 Uhr. Der Eintritt kostet 20 Euro, Studenten 15 Euro, Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt. Reservierungen: per Email an info@weltklassik.deoder telefonisch unter 0211-936 5090.