Nachts Tempo 30 für alle Kfz: Schilda in Fuhrberg?

Eines der beiden Schilder, die an den Ortseingängen der L 310 in Fuhrberg mit dem Tempo 30 Gebot für weniger Lärm sorgen sollen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Nur zwei Schilder sorgen bisher für nächtlichen Lärmschutz

FUHRBERG (hhs). Der Ortsrat hatte es beschlossen, der Stadtrat auch und das Landesstraßenbauamt hatte zugestimmt und zugesagt diese Beschlüsse vor Ort umzusetzen: In Fuhrberg soll die Durchfahrt auf der L 310 nachts von 22.00 bis morgens um 6.00 Uhr auf 30 Km/H mit einer entsprechenden Beschilderung beschränkt werden. Begründung: Lärmschutz, damit die Anlieger nicht mehr senkrecht im Bett stehen. Das war notwendig, und ist nun ausgeführt worden. Seit Anfang dieser Woche stehen Schilder und weisen auf die Geschwindigkeitsreduzierung hin. Die Region Hannover hatte sie aufstellen lassen. Die Landesstraßenmeisterei in Burgdorf hat den Auftrag ausgeführt. Allerdings bis zum gestrigen späten Vormittag standen sage und schreibe zwei Schilder; Eins am Ortseingang aus Richtung Mellendorf, das andere am Ortseingang aus Richtung Celle.
An keiner weiteren Straßeneinmündung innerhalb der Ortschaft befindet sich eine weitere Beschilderung, auch nicht an der Einmündung der L 381 in Höhe der Tankstelle Giesche, nicht an der Kirche, wo ein Teil des „illegalen“ Verkehrs aus dem Landkreis Celle über die gut ausgebauten landwirtschaftlichen Wirtschaftswege in beide Richtungen auf die L 310 verteilt, nicht an der Einmündung Dorfstraße, nirgendwo. Ein Anruf beim Ordnungsamt der Stadt Burgwedel sollte Klärung bringen. Das Ordnungsamt ist für die Maßnahme nicht zuständig, wird aber darüber informiert. Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker reagierte zunächst gar nicht, als sie über diese Maßnahme in Kenntnis gesetzt wurde. „Sie finden mich sprachlos vor“, entgegnete sie dann. „Eigentlich müssten an jeder Einmündung der L 310 innerorts Fuhrberg die entsprechenden Schilder stehen“, sagte sie. „Mindestens aber an der Einmündung der L 381. Und dann müsste man darüber nachdenken, ob angesichts der langen Ortsdurchfahrt nicht noch das ein oder andere Schild sinnvoll wäre“.
Auch die Polizei gab sich etwas überrascht. Sie ist über die Aufstellung der Schilder nicht informiert worden. Der Leiter des Polizeikommissariats Großburgwedel, Günther Heller, erklärte auf Anfrage der Burgwedeler Nachrichten, bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Km/H für alle Kraftfahrzeuge müsse eigentlich an jeder Straßeneinmündung innerhalb der Fuhrberger Ortslage für die entsprechende Beschilderung gesorgt werden, damit auch die Kraftfahrer, die sich mit ihren Fahrzeugen nur innerorts bewegen, auf die neue Situation hingewiesen werden. Grundsatz sei, dass eine Beschilderung immer eindeutig sein müsse.
Eine Rückfrage bei der Region Hannover ergab, dass sie die verkehrsbehördliche Anordnung getroffen habe. Bis Redaktionsschluss konnte aber niemand wegen der Urlaubszeit sagen, welche Anweisungen darin formuliert waren.
Unterdessen war zu erfahren, dass es am Montag eine Ortsbegehung zu dem Problem der Beschilderung der L 310 in Fuhrberg geben soll...