NABU-Ortsverband Burgwedel-Isernhagen informierte sich im Forstamt Fuhrberg

Naturschutzförsterin Katharina Blass stellte bei ihrer Führung und Diskussion mit den Naturschützern aus Burgwedel und Isernhagen die Wiederansiedlung der Baumart Douglasie in den Mittelpunkt. (Foto: Landesforsten Fuhrberg)

Radwanderung mit dem Naturschutzthema "Douglasie"

BURGWEDEL/ISERNHAGEN/FUHRBERG (r/kl). Auf einer Radtour durch den Rahden und den Sprill informierten sich Mitglieder des Ortsverbandes Burgwedel-Isernhagen im Naturschutzbund Deutschland (NABU) über verschiedene Aspekte der Forstwirtschaft im Forstamt Fuhrberg.
Naturschutzförsterin Katharina Blass hatte auf den verschiedenen Stationen einen Schwerpunkt auf die Baumart Douglasie gelegt. Auch wenn sie im Europa über viele Jahrhunderte nicht vertreten war und in Deutschland erst seit etwa 100 Jahren vereinzelt angebaut wurde, spielt sie in den Planungen der Landesforsten auch im naturnahen Waldbau eine gewisse Rolle.
Unter dem Gesichtspunkt der künftigen Klimabedingungen trauen ihr die Forstexperten eine größere Stabilität zu als der Fichte, die als Nadelholz momentan im Baubereich sehr gefragt ist. Die Douglasie zeigt zum Beispiel eine größere Trockenresistenz und geringere Anfälligkeit gegen Schädlinge. Allerdings ist ihr Anbau im Löwe-Programm der Landesforsten streng limitiert.
An verschiedenen Waldbildern konnte Katharina Blass die anfänglich skeptischen Naturschützer überzeugen, dass in einem naturnahen Mischwald die Douglasie auch unter Naturschutz-Gesichtspunkten mit einem geringen Anteil vertretbar ist.
Armin Eckert, NABU-Mitglied und zertifizierter Waldpädagoge, hatte die Wanderung mit der jungen Försterin initiiert und bedankte sich für den äußertest lehrreichen Vormittag, bei dem das Radeln dann auch Lust aufs Mittagessen machte.