NABU-Herbstputz bei den Nistkästen im Amtspark

Dr. Klaus Bemmann kontrolliert hoch oben auf der Leiter die Nistkästen des NABU Burgwedel-Isernhagen im Amtspark in Großburgwedel. (Foto: Markus Diederich-Philippi)

Fledermauskästen sind wieder gut angenommen worden

GROSSBURGWEDEL (hhs). Die alljährliche Säuberungsaktion, die der NABU Burgwedel-Isernhagen im Amtspark bei den Nistkästen durchführt, zählt mit zu den Standardaktionen der Naturschützer. „Sie muss sein“, sagte Markus Diedrich Philippi, der zweite Vorsitzende des NABU, der seit einigen Jahren zu diesem Team gehört. Bliebe das alte Nistmaterial in den Nisthilfen, dann würden viele Vogelarten die Kästen im kommenden Frühjahr nicht mehr annehmen. Täten sie es doch, dann sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich mit irgendwelchen Krankheiten oder Keimen anstecken würden.
Außerdem sei diese Nistkastenkontrolle eine gute Möglichkeit zu überprüfen, welche Arten die Kästen in diesem Jahr benutzt haben.
Eingefunden im Amtspark hatten sich am Samstagmorgen drei Nabu-Mitglieder: Klaus Bemmann, Josef Kruschel und Markus Diedrich-Philippi sowie interessierte Gäste. Zunächst wurden die fünf Fledermauskästen inspiziert. Wie in den Jahren zuvor sind in dieser Jahreszeit nur zwei der fünf Kästen mit Exemplaren des kleinen Abendseglers besetzt. In einem befanden sich zwei Fledermäuse und in dem anderen wurde es allerdings mit zehn Tieren enger. „Warum die anderen Kästen nicht besetzt sind, wissen wir nicht, dies ist aber seit einigen Jahren so“, erläuterte Markus Diedrich-Philippi.
Insgesamt gibt es im Amtspark noch weitere 18 Meisenkästen, die das Säuberungsteam im Anschuss untersucht hat. In zwei dieser Kästen waren Kleiber eingezogen, deutlich zu sehen an dem mit Lehm verklebtem Frontdeckel. Ein Kasten hatte ein Paar Trauerschnäpper zur Brut genutzt. Das erkennen die Fachleute am anderen Nistmaterial.
Die Mehrzahl der Kästen war von Meisen genutzt worden. „Unter anderem fanden wir zwei Kästen mit nicht ausgebrüteten Eiern, vermutlich von Kohlmeisen. Wir vermuten, dass durch den langen Winter die Vögel zu Schaden kamen und dadurch die Brut abgebrochen wurde“, so Diederich-Philippi. Darüber hinaus waren sechs Kästen unbenutzt. Auffällig viele Kästen mit länglichem Einflugloch befanden sich darunter. Vermutlich findet dieses Variante keinen Zuspruch mehr. „Wir haben geplant, bei diesen Kästen die Deckel zu tauschen, sodass dann dort ebenfalls kleine Fluglöcher vorhanden sind“, so der stellvertretende Vorsitzende in der Hoffnung, dass diese Kästen dann auch wieder von den Vögeln zur Brut genutzt werden.