Muss Strom wirklich von Nord- nach Süddeutschland fließen?

Neue Info-Veranstaltung am 2. April in Neuwarmbüchen

EHLERSHAUSEN/ISERNHAGEN (r/hhs). Bei einem Treffen in Ehlershausen haben Mitglieder verschiedener Bürgerinitiativen aus Burgdorf, Isernhagen und Burgwedel die Notwendigkeit einer Nord-Süd-Trasse grundsätzlich infrage gestellt. Muss Strom wirklich von Norddeutschland nach Süddeutschland transportiert werden? Kann er nicht dort produziert werden, wo er gebraucht wird?
Ernstzunehmende Berechnungen hätten ergeben, dass durch ein „intelligentes Netz“ eine gute, sichere, wirksame und umweltfreundliche Stromversorgung möglich sein kann, heißt es von Seiten der Initiative „Bürger gegen Strommasten/Region Hannover“. Dabei bliebe man im Bereich der Nieder- und Mittelspannungsnetze, könnte weitestgehend auf die vorhandenen Netze zurückgreifen und auf die großen Hochspannungstrassen verzichten, heißt es weiter.
„Die geplanten großen Trassen sind also keineswegs alternativlos. Es ist schade, dass auch schon viele Bürgerinitiativen in dieser Alternativlosigkeit gefangen sind und nur die Möglichkeit sehen: Nicht bei uns oder unter die Erde. Wir erwarten vom Wirtschafts- und Energieminister, dass er sich nicht von den Energiekonzernen treiben lässt, sondern ernsthaft dezentrale Alternativen prüft“, erklärte Wolfgang Zerulla auf der Informationsveranstaltung in Ehlershausen.
Über diese und andere Probleme im Zusammenhang mit den Planungen der Stromtrasse SuedLink wird diskutiert am Mittwoch, den 2. April um 19:30 Uhr im Gasthaus Lahmann, Farster Str. 2, in 30916 Isernhagen-Neuwarmbüchen. Der Geschäftsführer des Solar-Energie Fördervereins Deutschland, Wolf von Fabeck aus Aachen, referiert zum Thema „Brauchen wir Stromautobahnen?“ Im Anschluss ist Zeit für Nachfragen und Gespräch.