Musikalischer Frühling in Burgwedel

Nicht nur der „Frühling in Amsterdam“ wurde von Dorothee Velten und Stefan Zenkl besungen, auch der „Frühling in Burgwedel“ kam nicht zu kurz. (Foto: Anna Kentrath)

Enormer Besucherandrang beim 2. Frühlingskonzert des MGV Concordia

GROSSBURGWEDEL (ak). Langsam aber sicher verabschiedet sich der Winter nun doch und die ersten Frühblüher brechen durch die Erde. Gebührend musikalisch begrüßt wurde diese neue Jahreszeit vergangenen Samstagabend in der Aula des Gymnasiums Großburgwedel vom Männergesangsverein Concordia und dem Johann-Strauss-Orchester. Bereits zum 2. Mal fand in dieser Konstellation ein Frühlingskonzert statt und begeisterte an die 450 Zuschauer.
Noch bevor die musizierenden Akteure die Bühne betraten, wurde bei den Zuschauern die Sehnsucht nach sonnigen Tagen und frischem Grün geweckt. Liebevoll war der Bühnenrand mit zahlreichen Osterglocken, farbenprächtigen Primeln und österlicher Dekoration bestückt. In einem kurzen, eingangs gezeigten Film wurden einige der mitwirkenden Akteure sowie der Schirmherr der Veranstaltung, Dr. Hendrik Hoppenstedt, namentlich vorgestellt, bevor das Johann-Strauss-Orchester die Bühne betrat, das sich 1993 aus Mitgliedern des Niedersächsischen Staatsorchester heraus gegründet hatte.
Der Vorsitzende des MGV Concordia, Dietmar Piefrement, begrüßte das zahlreich erschienene Publikum begeistert mit den Worten: „Es ist so, dass wir uns schon unglaublich auf diesen Abend gefreut haben.“ Der Tag des Konzertes markiere auch offiziell den Frühlingsanfang, so Piefrement weiter und man wolle an diesem Abend die „Frühlingsgefühle wecken“. Mit einem schwungvollen musikalischen Frage-Antwort-Spiel eröffnete das Johann-Strauss-Orchester schließlich das Frühlingskonzert mit Carl Maria von Webers „Aufforderung zum Tanz, op.65“, ein Stück, das ursprünglich nur als Klavierfassung existierte und später von Hector Berlioz orchestriert wurde.
Nicht nur instrumental wurde der MGV Concordia bei diesem Konzert unterstützt, auch zwei junge Opernsänger ergänzten diesen vielfältigen Abend gekonnt. Die helle, klare Stimme der Sopranistin Dorothee Velten harmonierte sowohl perfekt mit dem vollen Bariton ihres Gesangspartners Stefan Zenkl als auch mit den sonoren Stimmen des Männergesangsvereins. Der „Frühling in Amsterdam“ von Robert Stolz, im Duett gesungen, wurde kurzerhand um eine weitere Strophe ergänzt, die dem „Frühling in Burgwedel“ schmeichelte und das Publikum begeisterte.
Sehnsuchtsvoll wurde es auch bei dem Stück „Wäre das nicht wunderschön“ aus Frederick Loewes Musical „My Fair Lady“, indem nun auch der bereits gespannt erwartete MGV Concordia seinen ersten Auftritt des Abends absolvierte und Dorothee Veltens Sopran sich über die vollen Töne des Chores erhob. Anschließend verführten die Männer des Gesangsvereins unter der Leitung von Rudolf Neumann dazu, mit dem Titelstück des Konzertes „Ein Lied geht um die Welt“ den Blick in die Ferne schweifen zu lassen.
Mit Witz und Charme führte der Dirigent des Johann-Strauss-Orchesters, István Szentpáli, durch den Abend und wusste jedem Stück eine kleine unterhaltsame Anekdote oder Wissenswertes beizufügen. So auch zum letzten Stück vor der Pause, dem wohl bekanntesten Walzer der Musikgeschichte Johann Strauss‘, „An der schönen blauen Donau“, der meist nur als reiner Orchester-Walzer gespielt wird und seltener, wie in diesem Fall, mit Gesang. Was wäre jedoch ein Walzer ohne Tanz, dachten sich die Mitglieder des MGV und engagierten vier Paare der Tanzschule „Nettler & Wielgoß“, die die Musik in Bewegung verwandelten. Ein abwechslungsreicher Abend bot sich dem zahlreichen Publikum, mit verschiedenen musikalischen Darbietungen sowie Komponenten für Ohr und Auge.