Musik für zwei Gamben in der St. Petri-Kirche

... Jörg Meder, Viola da Gamba. (Foto: Bernd Bodtlaender)

Englische Musik des elisabethanischen Zeitalters

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Unter dem Titel „Il Doloroso“ erklingt am Sonntag, dem 30. Oktober um 17.00 Uhr englische Musik für zwei Violen da gamba des elisabethanischen Zeitalters in der Großburgwedeler St. Petri-Kirche.
Fast ein halbes Jahrhundert lang - von 1558 bis 1603 - wurden die politischen Geschicke Englands von Königin Elisabeth I. bestimmt. Ihre Politik führte zu Wohlstand innerhalb breiter Schichten der englischen Bevölkerung und damit auch indirekt zur Ausbreitung von Kultur und Wissenschaft.
Selbst mit außergewöhnlichem Sinn für die Kunst ausgestattet, etablierte Elisabeth an ihrem Hof ein umfangreiches Musikleben, an dem bedeutende Musiker mitwirkten. Im Jahr 1588 erlangte Thomas Morley den Grad eines Bachelor of Music in Oxford.
Vom Organisten an der St Paul’s Cathedral in London stieg er auf zum Gentleman der Chapel Royal. Dieses Amt übte er von 1592 bis zu seinem Tode aus. Neben dem heiteren und ansprechenden Charakter seiner Stücke hatte besonders sein Eintreten für die in England schnell an Bedeutung gewinnende italienische Musik maßgeblichen Anteil an seinem Erfolg.
In seinen Duetten für zwei Violen da gamba ist der italienische Einfluss nicht nur in den Titeln fest verankert. John Coprario hieß ursprünglich John Cooper, der italienische Name schien attraktiver ... . In der für diese Musik akustisch und atmosphärisch hervorragend geeigneten St. Petri-Kirche spielen Katharina Holzhey und Jörg Meder Werke von Willam Byrd, Thomas Morley, John Coprario und anderen Komponisten dieser Epoche.
Die beiden Musiker konzertieren mit renommierten Ensembles in ganz Europa, haben diverse CDs eingespielt, arbeiten als Dozenten für Aufführungspraxis Alter Musik und freuen sich, diese wunderschöne, aber selten im Konzert zu hörende Musik, in St.Petri zum Klingen zu bringen. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freut sich der Musikförderkreis St. Petri.