Musik des Mittelalters erklingt in der St. Petri-Kirche

Das Ensemble Santenay mit Julla von Landsberg (Gesang und Organetto), Ori Harmelin (Laute), Elodie Wiemer (Blockflöte) und Szilárd Chereji (Viella) gastiert am 21. November in der St. Petri-Kirche. (Foto: Santenay)

Außergewöhnliches Konzert mit dem Ensemble Santenay

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Die St. Petri-Kirchengmeinde lädt am Samstag, 21. November, um 17.00 Uhr zu einem ganz besonderen Konzert in die Petri-Kirche ein: Musik des Mittelalters steht auf dem Programm.
Klänge aus der Zeit, in der die St. Petri-Kirche erbaut wurde. Obwohl in der Konzertreihe von Kreiskantor Christian Conradi Alte Musik einen Schwerpunkt bildet, war mittelalterliche Musik bislang nur als Orgelmusik erklungen. Jetzt gastiert das Ensemble Santenay mit Julla von Landsberg (Gesang und Organetto), Ori Harmelin (Laute), Elodie Wiemer (Blockflöte) und Szilárd Chereji (Viella) in St. Petri. Unter dem Titel „AVE MARIA“ - Martin Luthers Reformation hatte noch nicht stattgefunden - verbindet Santenay Motteten und Hymnen des englischen Komponisten Dunstable und des französischen Komponisten Dufay mit Instrumentalmusik aus dem Buxheimer Orgelbuch.
In dieser Sammlung finden sich weltliche wie geistliche Lieder, Chansons und Motetten der berühmtesten Komponisten der Zeit. Die Faszination für die Musik des Mittelalters ließ 2004 das Ensemble Santenay entstehen. 2008 veröffentlichten die vier Freunde aus Israel, Frankreich, Deutschland und Siebenbürgen ihre Debut-CD. Zahlreiche Auftritte führten das Ensemble seitdem durch ganz Europa.
Santenay setzt die Musik des Mittelalters und der Frührenaissance auf damals üblichem Instrumentarium, wie zum Beispiel der Blockflöte, der Viella, der Laute und dem Organetto um. Aus den Handschriften gehen keine Besetzungsvorschläge hervor, somit bleibt es den Musikern überlassen, der jeweiligen Stimme das bestgeeignete Instrument zuzuordnen.
Neben zahlreichen Monodien sind viele der Werke des 14. und 15. Jahrhunderts dreistimmig, einige auch zwei- oder vierstimmig. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Musik an St. Petri wird gerne angenommen.