Mit großer Begeisterung für den Umweltschutz

In der Grundschule Wettmar machten sich sogenannte Baumschützer auf durch die Klassen und hielten besonders beim Papier-Müll die Augen offen, denn das Recycling des Papiers vermindert ihrer Meinung nach das Fällen von zu vielen Bäumen. (Foto: Anna Kentrath)
 
Der einfallsreiche Umgang mit Müll: Die Sonnenblumenschule Thönse bastelte aus alten Getränkekartons von Milch bis Saft individuelle Portemonnaies und legte sie als kleine Aufmerksamkeit auf die Plätze der Schulausschussmitglieder. (Foto: Anna Kentrath)

Erster Klima-Gipfel schafft regen Schul-Austausch

GROSSBURGWEDEL (ak). Begeistert nahmen Schüler wie Lehrer den ersten Klima-Gipfel im Großburgwedeler Amtshof am Dienstnachmittag der vergangenen Woche auf, bei dem nicht nur die bisherigen Ergebnisse des Energiesparmodells „Prima Klima in Burgwedel“ präsentiert werden konnten, sondern auch ein Austausch zwischen den mitmachenden Schulen entstand. 60 Schüler und Lehrer nahmen an dieser Veranstaltung teil und profitierten von angeregten Gesprächen rund um das Thema Energiesparen und Umweltschutz.
Unter dem Motto „Prima Klima in Burgwedel“ nehmen das Gymnasium Großburgwedel sowie die drei Grundschulen aus Wettmar, Thönse und Kleinburgwedel an einer dreijährigen Maßnahme teil, die vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Ziel ist es, Projekte zugunsten des Klimaschutzes zu initiieren. Nachhaltigkeit ist hierbei das Stichwort. „Nachhaltige Prozesse“, so der Umweltkoordinator der Stadt Burgwedel Malte Schubert, sollen in Gang gebracht, dauerhafte Verbesserungen in den Schulen zugunsten der Umwelt etabliert werden. Nachhaltig wird aber auch das Projekt „Prima Klima in Burgwedel“ betreut, sodass der erste Burgwedeler „Klima-Gipfel“ abgehalten wurde. Ziel der Veranstaltung war es, erste Aktionen vorzustellen, zu diskutieren und sich motivieren zu lassen.
Kreative Poster zeigten sowohl den anderen Schülern, als auch dem nach dem Gipfel tagenden Schulausschuss einen Einblick in die bisherigen Projekte. Mülltrennung zeigte sich hierbei deutlich als Kernthema. Genauestens wurde dokumentiert, welcher Müll in welcher Menge sich in den unterschiedlichen Klassen in der Woche so ansammelt und vor allem, ob er richtig sortiert wurde nach Papier, grünem Punkt und Restmüll. Die Grundschule Wettmar hatte hierbei insbesondere ihren Fokus auf Papierverbrauch und –wiederverwertung gesetzt zum Schutz der Bäume. Thönse hingegen zeigte, dass man bei der Müllwiederverwertung auch selbst Hand angelegen kann: Die Schülerinnen und Schüler bastelten individuelle Portemonnaies aus Saft- und Milchkartons. Einige Kinder der Kleinburgwedeler Grundschule, die erst kürzlich voller Elan in ihr Projekt gestartet sind, beschäftigen sich bereits intensiv mit dem Errichten eines eigenen Kompostes, gern auch mit passender Beleuchtung.
Die Schüler des Gymnasiums Großburgwedel widmeten sich verschiedenen Vorhaben, unter anderem liegt das Anlegen eines Schulteichs auf ihrer Agenda, die flächendeckende Mülltrennung, Müllvermeidung sowie die Nutzung der Dachflächen zur Wasser- und Energiegewinnung. Letztere wurde anhand einer Zeichnung verdeutlicht. Die Schüler schlagen vor, eine Turbine in den Abwasserkreislauf einzubauen, bevor dieses weiter Richtung Klärwerk geleitet wird, um die Wasserenergie zur Stromgewinnung zu nutzen.
Neben dem Schwerpunkt Müll, dem sich alle vier Schulen nun schon ausführlich gewidmet haben, planen voraussichtlich Thönse und vermutlich auch Wettmar die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ voran zu bringen, die sich sowohl umweltschonend, als auch pädagogisch positiv auswirken würde, wie Malte Schubert lobend erwähnte.
Das Thema Energie an sich sei schwer zu greifen, daher der erstmalige Fokus auf den Müll, so der Umweltkoordinator. Wichtig sei aber vor allem, fügte Schubert hinzu, „generell ein Bewusstsein zu schaffen“. Ob also Klima-Detektive oder Baumschützer, die Schüler setzen sich mit dem Thema Umweltschutz auseinander und zeigen Kreativität, um den Status quo in ihrer Schule zu verbessern und Mitschüler zu animieren, ihrem Beispiel zu folgen.