„Mit besten Grüßen aus Großburgwedel“

Gruppenfoto auf der Autobahnbrücke: Uwe Stelter (l.) und Lisa Lillpopp (r.) arbeiten mit der Kunst AG Werkgruppe des Gymnasiums intensiv an der Fotoausstellung „Mit freundlichen Grüßen aus Großburgwedel“. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Schüler des Gymnasiums arbeiten an einem Fotoprojekt mit ihrer Sicht auf die „Heimat“

GROSSBURGWEDEL (bgp). Auf Einladung des kunstvereins burgwedel-isernhagen artclub arbeitet der Bildende Künstler Uwe Stelter aus Hannover Linden zum Thema „Heimat“ mit einer Werkgruppe des Gymnasiums Großburgwedel an einer Fotoausstellung: „Mit besten Grüßen aus Großburgwedel“.
Die Jugendlichen schärfen unter fachkundiger Anleitung des Konzeptkünstlers ihren Blick für die heimatliche Umgebung und gehen auf die Suche nach ansprechenden Fotomotiven, die zum Thema passen.
Mit Smartphones und Kameras ausgestattet, streiften die zehn Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 14 Jahren an mehreren Tagen durch die Ortschaft Großburgwedel. Begleitet wurden sie dabei von Lehrerin Lisa Lillpopp und Uwe Stelter.
Am Mittwoch war die Autobahnbrücke an der südlichen Peripherie von Großburgwedel das erste Ziel ihrer Shooting-Tour. Schon auf dem Weg zum höchsten Punkt der Brücke fanden die Jugendlichen jede Menge Material für ihre Fotos. Rote Beeren an einem Strauch, der Blick auf die grünen Wiesen, alles schien es wert zu sein, für die Ausstellung fotografiert zu werden.
Sensible Fragen waren inbegriffen: „Kann ich so etwas für die Ausstellung nehmen?“ fragte ein Schüler und zeigte auf Blumen am Wegesrand, die offenbar in Gedenken an eine umgekommene Person gepflanzt wurden. „Solange dort keine Namen zu sehen sind, ist es okay“, versicherte Stelter und gab zu Bedenken, dass es auch immer darauf ankomme, was mit dem Foto ausgedrückt werden solle und ob es angemessen sei, dieses zu veröffentlichen.
Uwe Stelter hat als Konzeptkünstler viel Erfahrung mit partizipativen Fotoprojekten wie „Click and walk in Burgwedel“. Das Foto erscheint ihm als geeignetes Medium der Verständigung gerade unter jungen Menschen. Die Arbeit mit der Werkgruppe ist ihm ein besonderes Anliegen: „In dem Projekt möchte ich junge Leute mit ihrem Blick zu Wort kommen lassen“. Die teilnehmenden Jugendlichen tauschen sich intensiv aus, zeigen sich gegenseitig die Bilder auf dem Display und überprüfen den Bildausschnitt und die Perspektive oder besprechen die Unterschiede zwischen Realität und Abbild.
Rund dreißig Fotos sollen die Mitglieder der Werkgruppe zur Dokumentation ihres Blickes auf den Heimatort auswählen, nur einige davon werden später in der Endauswahl stehen. Die Fotografien werden gemeinsam nach dem Druck im Rathaus der Stadt Burgwedel in Szene gesetzt.
Die Fotos aus der Werkgruppe sind Teil einer Doppelausstellung von Uwe Stelter, der in den Räumen der Volksbank seine Arbeiten: „Alles ist möglich im Spiegel des heiteren Himmels“ präsentieren wird. Die feierliche Eröffnung mit Vertretern der Stadt und interessierten Besuchern wird am 10. November 2017 zunächst dort erfolgen, der zweite Teil der Eröffnungsfeier wird im Rathaus stattfinden.