Mit Alaaf, Helau und Kamelle durch Thönses Ortskern

Ebenso fantasievoll wie wetterfest machten sich die Kinder der Sonnenblumenschule auf zu ihrem Rosenmontagsumzug durch Thönse. Eltern und Lehrer standen ihnen mit ihren liebevoll arrangierten Kostümierungen dabei in nichts nach. (Foto: Anna Kentrath)

Schüler der Sonnenblumenschule Thönse trotzen der Kälte beim 5. Rosenmontagszug

THÖNSE (ak). Nordlichter und Karneval, das geht nicht? Das geht doch, dachten sich Lehrer, Eltern und Schüler der Sonnenblumengrundschule das erste Mal vor 5 Jahren und nun gehört der Karnevalsumzug durch den Ort schon fest zum Rosenmontag in Thönse. Eisiger Wind pfiff dem närrischen Volk ins Gesicht, doch strahlender Sonnenschein entschädigte die warm eingepackten fantasievoll kostümierten Kinder und Erwachsenen.
Die mutigen Bürger, die am Straßenrand dem Frost trotzten, wurden mit einem prächtig farbenfrohen Bild entschädigt. Der Fantasie schienen keine Grenzen gesetzt. Neben Prinzessinnen, Feen, Rittern und Räubern tummelten sich ein Vogel im leuchtenden Federkleid, ein Waldarbeiter mit Kinderkettensäge, ein flauschiger Löwe und sogar ein Weihnachtsmann. Auch die Erwachsenen, Lehrer wie Eltern, hatten sich tatkräftig ins Zeug gelegt, ob als Schlumpf, Fliegenpilz oder wandelnder Fußball. Vor dem rheinischen Rosenmontagstreiben mussten sich die Thönser keinesfalls verstecken.
Jede Klasse führte einen selbstbestückten Festwagen mit sich, ein Bollerwagen meist mit Kuscheltieren arrangiert und vor allem Körben mit bunten Kamellen. Doch nicht nur Bonbons wurden hier verteilt, auch kleine Päckchen mit Sonnenblumenkernen, die dann im Frühling flugs in die Erde gesteckt, im kommenden Sommer ihre Pracht in den Thönser Gärten entfalten sollen.
Dank der umsichtigen Unterstützung der Polizei Burgwedel konnte der Rosenmontagszug gut abgesichert die Großburgwedeler Straße entlang wandern, um schließlich in den Strubuschweg Richtung Alten- und Pflegeheim „Am Kiefernpfad“ einzubiegen. Lustige Lieder und bunte Kamellen, richtige und Sonnenblumenkerne, erwarteten die Bewohner dort, bevor es dann wieder zurückging, um sich in der Schule am Buffet zu stärken, das die Eltern fleißig erstellt hatten.
Ein voller Erfolg wurde der Umzug wieder in diesem Jahr. Stolz präsentierten die Kinder ihre bunten, fantasievollen Kostüme und warfen mit strahlenden Gesichtern ihre Kamellen. Auch wenn sich nicht viele Bürger bei der Kälte aus dem Haus wagten und viele natürlich bei der Arbeit waren, tat das der Freude an der Sache keinen Abbruch. Der Beweis konnte also mühelos erbracht werden: Nordlichter können ebenso närrisch sein, wie Rheinländer und lassen sich weder von Wind noch klirrender Kälte aufhalten.