MGV Germania begeistert mit vielfältigem Programm

Was für eine nette Überraschung: Der Chef ihres Mannes (Lothar Urban, l.) und seine Ehefrau (Hella Seegers, r.) brachten Elke (Doris Kunisch, m.) eine farbenfrohe Tischdecke im Stoff ihres selbstgeschneiderten Oberteils mit. (Foto: Anna Kentrath)

Wieder kein Glück mit der A-Capella-Gruppe

WETTMAR (ak) Kein Platz blieb frei beim 36. Dorfabend des MGV Germania am Samstagabend in der Aula der Grundschule Wettmar. In bekannter Qualität führten die sangesfreudigen Kameraden durch den Abend, wie immer tatkräftig unterstützt durch die weiteren Gruppen des MGV den „Jungen Chor Wettmar“, die Laienspielgruppe sowie Mundharmonikagruppe die „Goschenhobler“.
„Lasst uns singen und fröhlich sein“, unter diesem Motto wurde in diesem Jahr musiziert wie auch geschauspielert und auch Widrigkeiten wurde erfolgreich getrotzt, wie einer mehr als kurzfristigen Absage der für dieses Jahr gebuchten A-Capella-Band „Harmony Brothers“ aus Langenhagen. Das Gefühl eines Déjà-vu mag sich bei den Organisatoren, aber auch Besuchern des Dorfabends alsbald eingestellt haben, denn auch im vergangenen Jahr wurden sie, allerdings erst direkt am Abend der Veranstaltung, von einer A-Capella-Formation versetzt. Doch mit Glück wurde am Samstagmorgen schließlich noch ein Ersatz gefunden, der die Sorge und den Stress durch die Absage wieder gut machte.
Der aus Hannover stammende Tenor Jürgen Meyer sprang kurzfristig ein. Der Sänger, Moderator, Trauer- und Hochzeitsredner singt im Extra-Chor der Staatsoper Hannover und hat sich auf Schlager der 20er und 30er Jahre spezialisiert, die er mit der ein oder anderen Anekdote gekonnt verpackt. Eine musikalische Zeitreise bot sich so dem Publikum mit Klassikern die jeder kennt, wie „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n“ oder aber „Lass mich dein Badewasser schlürfen“.
Neben dem „Auswärts-Angebot“ konnten sich die Besucher des Abends aber natürlich auch wieder über eine geballte Ladung MGV Germania freuen. Ob mit dem Motto-Lied des 36. Dorfabends „Lasst uns singen und fröhlich sein“ oder aber der Moritat „Und sie war nicht viel älter als achtzehn Jahr“, die Herren begeisterten wie immer mit vollem Klang und unterhaltsamer Liedauswahl. Der anschließende Auftritt des „Jungen Chores Wettmar“ bot ein Potpourri aus verschiedenen Sprachen und Epochen. Renaissancemusik des 15. bis 16. Jahrhunderts wie dem lateinischen Kirchenlied „Alta trinita beata“ oder aber dem Französischen „Il est belle et bon“ gesellten sich zu einem schwungvollen Vaterunser auf Suaheli „Baba yetu“ sowie dem Spiritual „Joshua“.
Eine musikalische Pause gab es dann mit der Laienspielgruppe des MGV, die wie in jedem Jahr die Lachmuskeln ordentlich trainierten. Mit „Dinner vor Five“ bot sich dem Publikum eine herrlich spitze Komödie, um ein wunderbar misslungenes Abendessen, welches Ortwin (Wilfried Künstler) für seinen Chef und dessen Frau veranstaltete, um sich eine Beförderung zu erschmeicheln. Doch er hatte die Rechnung ohne seine Frau (Doris Kunisch) gemacht, die kein Fettnäpfchen ausließ.
Ein unterhaltsamer, bunter Dorfabend bot sich dem Publikum so auch wieder in diesem Jahr mit jeder Menge Musik, ob gesanglich oder aber instrumental, wie im Falle der Goschenhobler und natürlich einer ordentlichen Portion Humor.