Mehr Verkehrssicherheit

Im Berufsverkehr am späten Nachmittag ist die Kreuzung an der Berkhopstraße/Kokenhorstraße überfüllt, weil der Geradeausverkehr aus Großburgwedel in Richtung Isernhagen HB noch nicht abgeflossen ist und das Signal für die Rechtsabbieger schon auf Grün steht. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Keine befriedigenden Antworten von den zuständigen Behörden

GROSSBURGWEDEL (bgp). Die Verkehrssituation in Großburgwedel hat sich in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verbessert, im Gegenteil: PKW und Schwerlastverkehr verstopfen zunehmend die Straßen in und um Großburgwedel.
Der Ortsrat nahm dieses zum Anlass, in seiner Sitzung besonders stark befahrene Bereiche erneut in die Tagesordnung aufzunehmen. Die Verwaltung wurde vor rund zwei Jahren mit Anfragen beauftragt, bei den zuständigen Behörden Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit anzufragen.
Schwerpunkte wie die „IKEA-Kreuzung“ und die Kreuzung der Hannoverschen Straße in Richtung Innenstadt stehen seit Jahren im Fokus, Ortsratsbetreuer Florian Berner konnte jedoch kaum gravierende Ergebnisse seitens der zuständigen Behörden vermelden. „Das ist total demotivierend“, monierte Ratsmitglied Yvonne Vogeler (CDU).
Am Beispiel der Kreuzung an der Hannoverschen Straße wurde deutlich, dass die Linksabbieger aus südlicher Richtung oftmals zu weit rechts stehen, während sie den grünen Pfeil abwarten. Das veranlasst nachfolgende Fahrer, die geradeaus in Richtung Rathaus weiterfahren möchten, den Fußweg zu überfahren, um rechts an dem wartenden Fahrzeug vorbeizukommen.
Die Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern durch diese missliche Konstellation nahm die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zum Anlass, allerdings nur Lösungen vorzuschlagen, die nach Ansicht des Rates keine sind.
Eine Aufweitung der Straße mit separater Linksabbiegerspur sei demnach auf Grund fehlender Mindestmaße nicht umsetzbar. Stattdessen solle die Fahrbahn verengt einspurig geführt werden, um die Gefährdung durch Überfahren des Fußweges durch PKW zu vermeiden.
Auch die Frage nach einer Blinklichtanlage „Achtung Fußgänger“, die auf der südlichen Seite nahe der Rossmann-Filiale zusätzlich an dem Ampelmasten angebracht werden solle, brachte keine befriedigende Antwort, da nach Aussage der Behörde „die Statik“ für den Masten mit der Signalanlage keine zusätzliche Blinkanlage zulasse. Ein anwesender Familienvater unterstrich die Notwendigkeit eines Blinkzeichens an der Stelle. Sein Sohn sei von einem Rechtsabbieger um Haaresbreite angefahren worden.
Die wenig zufrieden stellenden Antworten der Behörden verbreiteten großen Unmut: „Wir wollen hier nicht hören, was nicht geht, sondern was geht“, ärgerte sich Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller. Der Ortsrat ist sich darüber einig, dass bei der „Baustelle Verkehrssicherheit“ akuter Handlungsbedarf besteht: “Da müssen wir ran!“