Matthäus-Passion in St. Petri

Mit der St. Petri-Kantorei musizieren Beat Duddeck (Altus), Nils Giebelhausen (Tenor), Ralf Grobe (Bass), Jörg Meder (Viola da Gamba) und Ulrich Wedemeier (Chitarrone). (Foto: Matthias Bode)

Aufführung mit der St. Petri-Kantorei

BURGWEDEL (r/bs). Am Sonntag, dem 11. März, führt die St. Petri-Kantorei im Gottesdienst um 10.00 Uhr die Matthäuspassion des Celler Barockkomponisten Johann Georg Kühnhausen auf.
Kühnhausen lebte von 1640 bis 1714 und war ab 1661 Stadtkantor in Celle, sowie Musiker und Sänger in der damaligen Hofkapelle. Seine „Passio Christi secundum Matthaeum“, um das Jahr 1700 komponiert, ist das einzige von ihm erhaltene Werk. Es nimmt eine Sonderstellung zwischen den reinen A-Capella-Passionen - wie z.B. den Schütz´schen Passionen - und den späteren, größer besetzten Oratorien eines J.S.Bach ein.
So werden die Solisten und der 4-stimmige Chor nur von einer durchgehenden Continuo-Gruppe begleitet und der Evangeliumstext wird nur von wenigen Chorälen unterbrochen. Dabei kommt dem Lied „Jesu, meines Lebens Leben“ besondere Bedeutung zu, da es vom damaligen Celler Hoforganisten Wolfgang Weßnitzer komponiert wurde.
In St. Petri ist also eine Passion zu hören, wie sie um 1700 in der Stadtkirche Celle aufgeführt wurde.
Neben der St. Petri-Kantorei musizieren: Beat Duddeck (Altus), Nils Giebelhausen (Tenor), Ralf Grobe (Bass), Jörg Meder (Viola da Gamba) und Ulrich Wedemeier (Chitarrone). Leitung und Orgel liegen in den Händen von Kreiskantor Christian Conradi. Liturg des Gottesdienstes ist Pastor Jens Blume.