Margret Brill leitet jetzt die Diakonie Burgwedel

Ulrich von Stackelberg, rechts, stellte den Gästen der Weihnachtsfeier die neue Vorsitzendes des Diakonie-Trägervereins Margret Brill vor. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Weihnachtsfeier der Diakonie im Gemeindehaus St. Petri

GROSSBURGWEDEL (hhs). In der vergangenen Woche fand die Weihnachtsfeier der Diakoniestation Burgwedel im Gemeindehaus der St. Petri-Kirchengemeinde statt. Der große Gemeindesaal war gut gefüllt, die etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station hatten für ihre Kunden und zu betreuenden Mitbürger ein buntes vorweihnachtliches Programm zusammen gestellt, es gab Musik und Lieder zu Kaffee und Kuchen, die historischen Tänzer erfreute das mehrheitlich ältere Publikum, die Stimmung war feierlich und bestens.
Im Rahmen dieser Weihnachtsfeier verabschiedete sich Ulrich von Stackelberg von seinen Mitarbeitern und den Gästen. Er hatte in den vergangenen neun Jahren den Trägerverein Diakoniestation Burgwedel als Vorsitzender durch alle Unwägbarkeiten geführt. Der 79-jährige hat es geschafft, den Verein wieder auf ein sicheres finanzielles Fundament zu stellen. Als seine Nachfolgerin und somit neue Vorsitzende des Trägervereins stellte er den Gästen Margret Brill vor, die 18 Jahre lang die Seniorenbegegnungsstätte in Großburgwedel geleitet hatte. Sie hatte den Vorsitz am 15. November übernommen.
Margret Brill begrüßte die Gäste der Feier und sagte, sie freue sich sehr, dass sie hier viele bekannte Gesichter aus der Seniorenbegegnungsstätte wiedersehe. Insbesondere an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet, fuhr sie fort: „Ich bitte Sie alle, mir mit dem gleichen Vertrauen zu begegnen wie sie es bei Ulrich von Stackelberg getan haben“. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit Ihnen“, erwiderte Brigitte Schenk, Mitarbeiterin der Diakoniestation, die an diesem Nachmittag auf charmante Weise durch den Nachmittag geführt hatte. Ihr Dank ging auch an den scheidenden Ulrich von Stackelberg, der neun Jahre lang zu allen gerecht und immer guter Dinge gewesen sei.
Die Diakoniestation Burgwedel betreibe ambulante Kranken- und Altenpflege, erklärte Margret Brill den Arbeitsbereich später. Es sei so gut wie unmöglich, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu rekrutieren. Die Ursache dieses Problem sehe sie auf zwei Ebenen, zum einen sei die Nachfrage nach ausgebildeten Kräften für diesen stetig wachsenden Arbeitsbereich ausgesprochen groß, zum anderen seien die finanziellen Erwartungen der Fachkräfte häufig von der Diakonie nicht zu erfüllen. Die Diakonie Burgwedel zahle schon übertariflich und man bemühe sich, beste Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen. So wurden unter anderem etliche Neufahrzeuge angeschafft, damit die Mitarbeiter ihre Fahrten mit sicheren Autos erledigen können.
Einen schnellen Ausweg aus dieser Misere sieht Margret Brill nicht. „Aber wir müssen das irgendwie selbst schaffen“, sagt sie. „Wenn wir kein Diakonie fremdes Personal auf dem Arbeitsmarkt finden, dann müssen wir unsere zukünftigen Mitarbeiter selbst ausbilden“. Sie denke auch daran, junge Menschen an Schulen oder anlässlich von Job-Messen für die Möglichkeiten der Altenpflege zu begeistern. „Das wird eine meiner Aufgaben in den kommenden Jahren sein“.